Herrenchiemsee huldigt dem Jagdheiligen

von Redaktion

Hubertusmesse in Ising als feierlicher Abschluss der Herrenchiemsee-Schleppjagd

Herrenchiemsee – Zum Abschluss der 68. Traditionellen Herbstjagd auf Herrenchiemsee, der ersten Jagd am UNESCO-Weltkulturerbe, die mit einem „Welcome-Empfang“ vor der Jagd im Pferdemuseum von Gut Ising eröffnet wurde, lud die Jagdherrschaft Esther Höhn und Josef Ettenhuber traditionell nach der Jagd auf der Königsinsel in die Isinger Kirche Mariä Himmelfahrt zur festlichen Hubertusmesse, zelebriert von Dr. Lothar Katz aus Seeon, ein.

Die konzertante, feierliche Gestaltung des Gottesdienstes erfolgte mit ausgewählten Stücken und mit feinem Gespür für die Thematik durch das Trompe-Bläserensemble „Trompes de Bavière“ unter der Leitung von Konstanze Hofinger aus Traunstein.

Dr. Katz, ehemaliger Inselkurator, erläuterte zur Hubertusmesse: „Hubertus von Lüttich erkannte in allen Wesen Geschöpfe Gottes und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie eingesetzt. Diese Grundhaltung der ‚Achtung vor dem Geschöpf‘ ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Die Hubertusmesse wird daher auch ‚Jägergottesdienst‘ genannt.“

In seiner Predigt ging Dr. Katz auf Franz Kafkas „Ritt ins nächste Dorf“ ein. Ein Ritt, der einen Lebensweg oder eine Lebensreise symbolisiert, wobei das Dorf das Erreichen eines Ziels darstellt.

Die Lesung zum 28. Sonntag im Jahreskreis, zweites Buch der Könige, 5,14-17, trug Michelle Immerz aus Stöttham vor.

Der Gottesdienst war auch ein „Vergelt’s Gott“ der Jagdherrschaft dafür, dass bei der Herbstjagd auf Herrenchiemsee alles so gut geklappt hat, sie unfallfrei verlaufen ist und alle Reiter zum Halali den Eichenbruch empfangen konnten.

Auch im Jahr 2026 wird im Anschluss an die dann 69. Traditionelle Schleppjagd auf der Herreninsel am Sonntag, 11. Oktober, um 10 Uhr wieder zur Hubertusmesse mit konzertanter Begleitung durch die Traunsteiner Gruppe „Les Trompes de Bavière“ geladen werden.hö