Siege für die Feuerwehr-Dirndl und die „Rauschberg Pass 1“

von Redaktion

Tolle Stimmung beim Inzeller Krampei- und Stammtisch-Seilziang

Inzell – „Das Wetter hat uns in die Karten gespielt und zum ersten Mal hat es nicht geregnet. Deshalb kamen auch so viele Zuschauer und haben die verschiedenen Gruppen super angefeuert“, freute sich Martin Wellinger, einer der Initiatoren beim vierten Inzeller Krampei- und Stammtisch-Seilziang. In der Tat kamen über 600 Zuschauer zum Stolla Stadl in der Nähe der Inzeller Filzen, um die zehn Damen- und 14 Herrenmannschaften lautstark zu unterstützen. Die Organisation lag wieder in den Händen der Goaßstoa-Bass, die alles sehr gut abwickelte.

Nach der Auslosung am Vormittag machten sich die Mannschaften ans Werk und versuchten in jeweils zwei Gruppen (Dirndl und Buam) am meisten Siege für sich zu verbuchen, um sich die beste Ausgangsposition fürs Halbfinale zu sichern. Das Ziehen in der Vorrunde dauerte maximal drei Minuten und im Halbfinale sechs Minuten. Sieger war die Mannschaft, die die größte Strecke bis dahin geschafft hatte. Das Finale begann mit den hinteren Plätzen, bis Platz eins und zwei ausgezogen wurden. Hier gab es keine zeitliche Begrenzung.

Das Auswerteteam mit Andi Dichtler, Simon Kirmse, Martin und Matthias Wellinger hatte alles im Griff und es ging flott über die Bühne. Oberschiedsrichter Christian Kastner ließ sein wachsames Auge über den genauen Ausgang wachen und Sprecher Hansi Plenk animierte nicht nur die jeweiligen Mannschaften, die aktuell im Rennen waren, sondern spornte auch die Zuschauer an, ihr Lieblingsteam lautstark zu unterstützen. Als Saupreis für die Mannschaft, die den vorletzten Platz belegte, gab es eine große Brotzeitplatte. Diese sicherte sich bei den Damen das Team „Boandl- Richter“, das die Dirndl von der Jugendfeuerwehr nach 17 Sekunden auf die andere Seite zog. Bei den Herren ging dieses „Ziang“ nicht so schnell über die Bühne, denn „D’Sogein“ brauchten 48 Sekunden, um die „Bachein“ zu besiegen und sich die Brotzeitteller zu sichern.

Allerdings mussten die Saupreis-Duelle ein wenig auf sich warten lassen, denn bei den Damen um Patz drei und vier wollte sich keine Mannschaft die Blöße geben und das Stockerl nicht ernsthaft ins Visier nehmen. Letztendlich dauerte es fast elf Minuten, bis sich die Hartnäckigkeit der Gruppe von „Chantal & Friends“ durchsetzte und sie „Geli and Friends“ besiegen konnten. Platz drei bei den Herren holten sich die Titelverteidiger „Kompressor Stüberl“ aus Weißbach gegen die „Rauschberg Pass 2“.

Der Titel des diesjährigen Seilziang in Inzell ging bei den Damen an die Mannschaft Feuerwehr-Dirndl. Allerdings dauerte es auch fast vier Minuten, bis die „Schönramer Mädels“ besiegt waren. Der Jubel darüber war natürlich umso größer, denn es war ein sehr ausgeglichenes Ziang und man wusste lange nicht, wer am Ende den Platz als Sieger verlassen würde. Bei den Herren musste man schon genau hinsehen und von Anfang an dabei sein, um alles mitzubekommen. Lediglich drei Sekunden dauerte das Finale und die „Rauschberg Pass 1“ setzte sich unwiderstehlich gegen den Burschenverein Surberg durch. Um 17.30 Uhr war alles vorüber und nach insgesamt 84 Zügen waren die Sieger und Platzierten ermittelt. Im eigens errichteten Festzelt wurde abends die Siegerehrung durchgeführt und die ein oder andere Taktik für das kommende Jahr wurde schon besprochen. Ob dies dann auch umgesetzt werden kann, wird sich noch zeigen. wet

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