„Viel geschaffen, gut gewirtschaftet“

von Redaktion

Beim Rundgang über die Bernauer Baustellen erklärt Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber den Stand der Dinge

Bernau – Jüngst lud die CSU Bernau-Hittenkirchen gemeinsam mit Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber und den Gemeinderäten der CSU-Fraktion zu einem Ortsspaziergang ein, der bei bestem Wetter auf große Resonanz stieß. Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit zum Austausch und informierten sich aus erster Hand über die aktuellen Bau- und Entwicklungsprojekte in der Gemeinde.

Der Rundgang startete an der örtlichen Grundschule, wo eine umfassende Erweiterung und Sanierung in drei Bauabschnitten bevorsteht. Hier entstehen unter anderem eine ebenerdige Aula mit Mensa und großzügigem Raumangebot für Ganztagsbetreuung. Dafür wird der alte Verwaltungstrakt mitsamt Gymnastikhalle abgerissen und durch einen modernen Holzhybridbau ersetzt.

Im Erdgeschoss findet künftig die Aula mit Mensa Platz, während im ersten und zweiten Obergeschoss je drei neue Klassenzimmer entstehen. Diese Erweiterung ist dringend notwendig, da derzeit zwei Klassen in der Aula unterrichtet werden. Der erste Bauabschnitt soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein, um eine erhöhte Förderung zu erhalten. Die Baukosten belaufen sich auf rund 24 Millionen Euro, davon trägt die Gemeinde etwa 14 Millionen Euro und zehn Millionen Euro werden voraussichtlich über verschiedene Förderprogramme finanziert.

Weiter führte der Weg in die Chiemseestraße, die ab kommenden Montag, 20. Oktober, durch Landkreis und Gemeinde erneuert wird.

An der neuen Treppe zum Friedhof konnten die Teilnehmer die Fortschritte der Sanierung begutachten und bekamen Einblick in die entstehenden pflegefreien Bestattungsformen, darunter Rosen- und Staudenflächen sowie Baumgräber.

Die Tagespflege-Einrichtung entsteht dank eines eigens entwickelten Bebauungsplans „Sondergebiet Tagespflege“ in Zusammenarbeit mit der ökumenischen Kranken- und Bürgerhilfe, die auch Bauherrin der Tagespflege ist. Hier finden zukünftig 16 bis 20 Senioren Platz, die Fertigstellung ist circa im Juli 2026 vorgesehen.

Beim „Haus des Gastes“ ist der Baufortschritt augenscheinlich: Die Fassade von 1890 ist bereits wiederhergestellt. Im Inneren wurden Fußbodenheizung und Estrich verlegt. Für dieses ökologisch hochwertige Projekt werden neun verschiedene Förderungen genutzt. Die Gesamtkosten betragen etwa 4,5 Millionen Euro. Im Frühjahr 2026 kehrt voraussichtlich die Tourist-Information ins Erdgeschoss zurück, die neue Bücherei und vermietbare Wohnungen folgen im Sommer.

Trotz der zahlreichen Projekte präsentiert sich Bernau finanziell stabil: „Die Rücklagen konnten weiter gestärkt werden. Der Pro-Kopf-Schuldenstand befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit 15 Jahren“, freut sich Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber. Gerhard Jell, Zweiter Bürgermeister, ergänzte: „Man habe viel geschaffen und gut gewirtschaftet.“ re