Grabenstätt – Autos und Lkw fahren schon seit einiger Zeit wieder durch Erlstätt, und nun wurde die Grabenstätter Straße (Kreisstraße TS 3) nach rund zweimonatiger Bauzeit auch offiziell für den Verkehr freigegeben. Zu diesem Anlass ist auf Höhe des frisch sanierten Erlstätter Schulhauses symbolisch ein blaues Band durchschnitten worden.
200 Laufmeter
Fußweg
Bürgermeister Gerhard Wirnshofer, Landrat Andreas Danzer, Gerhard Seehuber von der Tiefbauverwaltung beim Landratsamt Traunstein, Dipl.-Ingenieur Gerhard Hajer von der Planungsbüro BEGS GmbH, der gemeindliche Bautechniker Thomas Dürrbeck, Andreas Geppert von der ausführenden Firma Erd- und Pflasterbau Schneckenpointner, der Erste Vorsitzende des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Mühlener Gruppe Bernhard Hennes senior, Christian König von der EG Wolkersdorf sowie Vertreter des Getränkemarktes Schwarz und des Brothauses Lehrbach als Anlieger strahlten dabei im leichten Nieselregen um die Wette. Mit der Neugestaltung der Grabenstätter Straße auf einer Länge von 280 Metern, inklusive verkehrsberuhigender Verschwenkung auf Höhe des alten Schulhauses, wurde die seit Jahren bestehende Entwässerungs- und Überschwemmungsproblematik in der Erlstätter Ortsmitte bestmöglich gelöst. Im Zuge der städtebaulichen Sanierung der Kreisstraße seien laut Wirnshofer auch 230 Laufmeter Gehweg, die Straßenbeleuchtung sowie 200 Laufmeter Kanalleitungen erneuert worden.
Noch nicht vollendet sind hingegen die Außenanlagen am alten Schulhaus, wo der neue Dorfplatz mit Maibaum entstehen soll. Gefördert werde die Städtebauförderungsmaßnahme „Alte Schule Erlstätt“ von der Regierung von Oberbayern, betonte der Rathauschef und sprach von der größten Maßnahme, die man als Gemeinde in finanzieller Hinsicht jemals durchgeführt habe. Allein die Sanierung und Revitalisierung des denkmalgeschützten früheren Schulhauses, wo nun unter anderem die Pfarrei Erlstätt, mehrere Ortsvereine und die Jugend unterkommen, schlägt mit über fünf Millionen Euro zu Buche. Für dessen Außenanlage werden rund 800000 Euro veranschlagt. Die nun in einer Maßnahmeeinheit umgesetzte Straßenerneuerungsmaßnahme kostet rund 500000 Euro.
Für die beiden letzteren Maßnahmen seien Fördermittel in Höhe von rund 560000 Euro bewilligt worden, die Gemeinde trage jedoch den „Löwenanteil“, so Wirnshofer. Bezogen auf die Kreisstraße beteiligt sich auch der Landkreis Traunstein mit einem gewissen Anteil, betonte der Rathauschef und lobte die gute Zusammenarbeit mit den Beteiligten, allen voran dem Landratsamt, den Ingenieurbüros BEGS und Stefanutti & Habl und der ausführenden Firma Schneckenpointner. Nur die Bepflanzung und die Bushäusl fehlten noch.
Sonderlob für
die Verwaltung
Ein Sonderlob verteilte Bürgermeister Wirnshofer an die Gemeindeverwaltung, die immer wieder angeschoben habe. Für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigte er sich bei den anliegenden Gewerbetreibenden und bedankte sich nochmals ausdrücklich für deren Geduld und Verständnis. Landrat Danzer, der das Projekt im Grabenstätter Gemeinderat als Rat und Zweiter Bürgermeister mit begleitet hatte, freute sich vor Ort in seiner neuen Funktion über den gelungenen Abschluss der Baumaßnahme und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement.