Gewisse Ratlosigkeit im Umgang mit „Rosi“

von Redaktion

„Viele Sachen liegen noch im Argen“ – On-Demand-Verkehr soll aus Gstadter Sicht neu aufgesetzt werden

Gstadt – „Viele Sachen liegen noch im Argen.“ Mit diesen Worten zeigte sich Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) in der jüngsten Gstadter Gemeinderatssitzung nicht ganz zufrieden mit dem Ist-Zustand des „Rosi-On-Demand-Verkehrs“. Gleichwohl finde er das System „auf dem Land eine gute Sache.“

Nachdem Samerberg im Frühjahr und im September die Gemeinde Aschau aus der „Rosi“ ausgetreten sind, könne man nicht beurteilen, wie es mit der „Rosi“ weitergehe. Anfang Oktober habe es eine Online-Besprechung der verbliebenen neun Gemeinden mit Vertretern des Landratsamtes Rosenheim sowie dem Betreiber RVO stattgefunden.

Aufgrund des deutlich reduzierten Fahrtgebietes sowie der insgesamt negativen und unbefriedigenden Entwicklung biete die DB (RVO) an, den On-Demand-Verkehr mithilfe des Logistik-Kompetenz-Zentrums Prien (LKZ) komplett neu aufzusetzen. Hierzu sei es notwendig, dass von den Gemeinden klare Zielsetzungen definiert werden. Auch stelle sich die Frage, ob das neu in diesem Betriebsjahr eingeführte Zonensystem künftig noch sinnvoll ist.

Im Praxisbetrieb hätten sich hier einige Probleme ergeben. So ist es weiterhin nicht möglich, dass Fahrten über die Zone „Prien“ hinaus in einem Buchungsvorgang bestellt werden können.

Zudem können in der Zone Prien seither nur mehr die definierten Übergabepunkte angefahren werden, auch wenn keine Weiterfahrt geplant ist. Das zugesagte „Pooling“ ist auch weiterhin nicht möglich, es muss über die Rosi-App gebucht und dann beim Fahrer bar bezahlt werden. Auswertungen, wie sich das „Zonensystem“ finanziell und auch auf das Buchungsverhalten ausgewirkt hat, gibt es aktuell noch nicht.

Zur Neuausrichtung von „Rosi“ findet Anfang November ein Besprechungstermin beim LKZ in Prien statt. Hans Obinger und Dominikus Schneider (beide FWG) befanden die „Rosi“ als „super Sache“ (Obinger) und dass man das Projekt nicht einfach sterben lassen sollte. Gleichwohl brauche es genügend Teilnehmer, so Schneider. Man sollte Missstände kanalisieren und nicht via Medien öffentlich machen.

Auch Bürgermeister Hainz regte an, künftig mit einer Stimme zu sprechen. Er appellierte an alle Teilnehmergemeinden, zusammenzuarbeiten. Man sei doch eine Solidargemeinschaft. elk