Bernau – Schon vor der Sommerpause war die Beschaffenheit der Wanderwege Thema im Gemeinderat, jetzt standen sie erneut zur Debatte. Anja Abel, Leiterin der Bernauer Tourist-Info, erläuterte die Problemstellen an einigen Wanderwegen mittels aussagekräftigen Fotos und einer Karte.
Zahlreiche
Problemstellen
Ein kritischer Punkt sei der Bohlenweg auf der Wanderroute entlang der Wolfsschlucht zu Bernaus einziger bewirtschafteter Alm, der Herrenalm, sagte Abel. Die Rundhölzer seien alt, zumeist feucht und somit rutschig und man könne auch über die teilweise aufstehenden Rundhölzer stolpern.
Kritisch sei auch die Holzbrücke unterhalb der Salinentreppe Richtung Reit/Seiseralm/Seiserhof, die mittlerweile durch Barke und Schilder gesperrt sei. Auch sei der Weg aufgrund des irreparablen Hangrutsches und der anhaltenden Hangbewegungen nicht als Wanderweg ausgeschildert und werde nach Rücksprache mit der Familie Wörndl (Seiserhof) auch im neuen DAV-Wegebeschilderungskonzept der Tourist-Info nicht ausgeschildert werden. „Eine Weginstandhaltung im Bereich des Hanges ist seit Jahren nicht mehr möglich und somit wurde auch die Holzbrücke seit Jahren nicht mehr instandgesetzt“, erklärt Abel.
Eine weitere Problemstelle sei die einzige bauhofgeeignete Zufahrt zur Salinentreppe/Eisenbrücke, die vom Hangrutsch betroffen sei. Ebenso habe der TÜV die Eisenbrücke bemängelt, die über die tiefe Schlucht des Schauergrabens führt.
Abel listete Vorschläge zur Sanierung auf. Beim Bohlenweg könne man beispielsweise eine Drainage einsetzen und den Weg aufkiesen. Dazu brauche es Angebote von Fachfirmen, genau wie für die Instandsetzung der Eisenbrücke beim Salinensteg. Was den weiterführenden Weg dort betrifft, so sei dieser nur noch auf einem schmalen, ungesicherten Pfad begehbar. Bei drohendem Hangrutsch wäre der Weg nicht mehr begehbar und wiederherstellbar.
Räte beschließen
Instandsetzung
Abel erklärte, dass vor Jahrzehnten ein Teilstück des Hanges in gemeinschaftlicher Arbeit von Bauhof, Forst und einer Firma befestigt wurde. „Das hält nach wie vor.“ Der Bauhof schlage daher vor, das prekäre Stück mit gleicher Technik zu befestigen und somit zu erhalten. Gleichwohl sollen auch hierzu externe Angebote eingeholt werden.
Nach kurzer Debatte stimmte der Rat mit 19:1 dafür, für den Bohlenweg externe Angebote einzuholen. Die Brücke soll rückgebaut werden. Einstimmig erging der Beschluss, für die Eisenbrücke und den Forstweg weitere Infos und externe Angebote einzuholen.