Siegsdorf – Jedes Jahr im Oktober treffen sich die Mitglieder der Trachtenvereine Siegsdorf und Heutau zum gemeinsamen Jahrtag und erinnern damit an ihre verstorbenen und in den Weltkriegen gefallenen Mitglieder, die über viele Generationen das Fundament für die heutige Bedeutung der Trachtenvereine in der Gemeinde gelegt haben.
Ein stattlicher Kirchenzug bewegte sich vom Rathausplatz zur Pfarrkirche, wo Pfarrer Thomas von Rechberg die vielen Dirndl und Buam, Frauen und Männer in ihren festlichen Trachten empfing. Für den feierlichen Rahmen des Gottesdienstes sorgte die Musikkapelle Vogling-Siegsdorf und Mitglieder des GTEV Siegsdorf trugen die Lesungen und die Fürbitten vor. Pfarrer Rechberg dankte den Trachtenvereinen für ihre christlich verankerte Arbeit in der Gemeinde und der Gesellschaft. „Das Tragen eurer festlichen Trachten ist auch Ausdruck des Dankes und der Bejahung des Lebens“, lobte der Geistliche und begleitete die Vereine zum Totengedenken auf den Kirchplatz. Die beiden Vorsitzenden Martin Gimpl und Michael Mader legten dabei einen Gedenkkranz vor dem Kriegerdenkmal ab. Der Siegsdorfer Vorstand Martin Gimpl erinnerte dabei dankbar an die Gefallenen der beiden Weltkriege und die vielen verstorbenen Mitglieder und erinnerte daran, dass damals wie heute Machthaber egoistisch und besitzergreifend mit ihren Entscheidungen Elend und Tod über ihre Völker brachten und Hunger und Not in ihren Ländern auslösen. „Gerade in diesen Zeiten müssen wir geschlossen als Vorbilder für Zusammenhalt, Heimatliebe und Nächstenliebe einstehen!“, forderte Gimpl mit eindringlichen Worten, bevor die Musikkapelle mit der Melodie vom „Guten Kameraden“ eindrucksvoll Mahnung und Gedenken unterstrich.
Beim gemeinsamen unterhaltsamen Mittagessen im Siegsdorfer Festsaal sorgte die Musikkapelle Vogling-Siegsdorf unter Dirigent Balt Garaczi mit schwungvollen Melodien für beste Stimmung.fkr