von Redaktion

Die Hälfte der Maßnahmen für die Generationenbrücke ist bereits europaweit ausgeschrieben

Reit im Winkl – Ende Oktober soll der Baubeginn für die „Generationenbrücke“ an der Tiroler Straße sein. Dies gab Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bekannt. Eine weitere Bekanntgabe betraf die Kanalbefahrung im Dorfzentrum und am Walmberg sowie die Auswertung und das Sanierungskonzept dazu.

In einer Woche
geht es los

Schlechter informierte, dass 55 Prozent der Baumaßnahmen für die Generationenbrücke bereits europaweit ausgeschrieben worden seien. Die Gewerke Baumeisterarbeiten, Zimmererarbeiten Altbau und Erdarbeiten seien in dieser (vorangegangenen, nichtöffentlichen) Sitzung an die wirtschaftlichsten Bieter vergeben worden. Es seien dies die Firmen Hoch- und Tiefbau Mayer aus Ruhpolding, Rudi Wolfenstetter aus Reit im Winkl und Röde aus Traunstein.

Um keine Zeit zu verlieren, würden die Baumaßnahmen voraussichtlich am 26. Oktober im Bestandsgebäude beginnen, da hier viele Arbeiten in den Wintermonaten möglich seien.

Bürgermeister Schlechter stellte fest, dass durch die Generationenbrücke mehrere Projekte für Reit im Winkl verwirklicht würden. Es seien dies zum einen der Neubau für vier Kinderkrippen und Kindergartengruppen, der Ausweichraum des Waldkindergartens im Bestandsgebäude und der Hort für die Ganztagsbetreuung. In acht barrierefreien Wohnungen könnten zudem zu einem bezahlbaren Mietpreis Senioren, gehandicapte Mitbürger und je nach Bedarf auch Reit im Winkler aus allen Generationen eine Wohnung bei der Gemeinde mieten. Und schließlich würden mit einer Begegnungsstätte im Bestandsgebäude vor allem die Senioren aus dem ganzen Dorf eine Heimat finden. „Mit der Kindertagesstätte, den bezahlbaren Wohnungen und der Begegnungsstätte will die Gemeinde notwendige Bedarfe abdecken und einen Beitrag zur Stärkung der Lebenssituation der Bürger leisten“, so der Bürgermeister.

Zum Werdegang, wie es zu dem Vorhaben Generationenbrücke kam, informierte Schlechter, dass der Betreiber und Eigentümer des Seniorenheims an der Tiroler Straße dieses geschlossen habe. Im Dezember 2021 habe der Gemeinderat daraufhin beschlossen, Kaufverhandlungen für das Grundstück aufzunehmen. Im Frühjahr 2022 sei der Kauf dann besiegelt worden, nachdem eine Machbarkeitsstudie ergeben habe, dass Kindertagesstätte und Wohnen für Senioren beziehungsweise Mehrgenerationenwohnen wirtschaftlich darstellbar seien.

Für die Baumaßnahme seien insgesamt eineinhalb Jahre geplant, sodass zum Kita- – beziehungsweise Schuljahr – 2027/2028 der Einzug möglich sein sollte. Die Kostenberechnung sei im Mai 2024 aufgestellt worden und habe mit Gesamtkosten von 8,85 Millionen Euro geendet. Bis zur Vergabe der restlichen Gewerke komme noch der gestiegene Index hinzu.

An Förderzusagen für das gesamte Vorhaben nannte Schlechter einen Betrag von insgesamt rund vier Millionen Euro.

„Summa summarum vereint die Generationenbrücke die Bedarfe vor Ort, und dieses Großprojekt ist wirtschaftlich umsetzbar – neues Leben zieht in die alten Mauern ein“, stellte Bürgermeister Matthias Schlechter fest. Mit der Generationenbrücke würden Jung und Alt in Reit im Winkl eine gute Heimat finden. „Fürsorge, Gemeinschaft und Lebensfreude sollen dort Wirklichkeit werden.“

Sanierungsbedarf
der Kanalisation

Weiter berichtete Bürgermeister Matthias Schlechter, dass die Kamerabefahrungen der Kanalleitungen im Dorfzentrum und am Walmberg weitgehend abgeschlossen sind. Sie seien durchgeführt worden, um der gesetzlich vorgeschriebenen Verpflichtung nachzukommen, und außerdem, um im Falle eines Sanierungsbedarfes noch in den Genuss einer Förderung nach den Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWAS) zu kommen. Dazu sei es erforderlich, den Sanierungsbedarf durch ein Ingenieurbüro ermitteln und ein Sanierungskonzept erarbeiten zu lassen, das noch 2025 beim Wasserwirtschaftsamt eingereicht werden müsse. Mit der Auswertung und mit dem Konzept sei das Ingenieurbüro Ing München-West GmbH beauftragt worden, das die bisherigen Sanierungsmaßnahmen bereits betreute.

Ende Oktober starten die Bauarbeiten

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