Traunstein – Knapp 30 Ehrenamtliche sind der Einladung von Christina Hille, Leiterin der Integrationslotsenstelle der Arbeiterwohlfahrt, gefolgt und ließen sich als Dank für ihre Tätigkeiten in der Integrationsarbeit im Sailer-Keller bewirten. Für gute Laune und Nachdenkliches sorgte Pädagogin und Clownin in Medizin und Pflege, Lucia Mellauner.
„Einem Menschen
Hoffnung geben“
In ihrem Grußwort dankte Hille allen, die „für mehr Mitmenschlichkeit in der Gesellschaft sorgen“ und zitierte den Arzt und Theologen Albert Schweitzer: „Du kannst nicht alle Not der Welt lindern, aber einem Menschen Hoffnung geben.“ Die ehrenamtlich Tätigen fördern die Integration, insbesondere von Migranten, und machen die Welt ein bisschen lebenswerter, so Hille.
Die als „Lisl Radiesl“ zum Ensemble der Klinik-Clowns gehörende Lucia Mellauner machte ihre Clown-Ausbildung in Freising und sieht ihren Auftrag darin, Glücksbotenstoffe zu den Patienten zu bringen, um der Genesung und Gesundheit zu dienen. Die Anwesenden befragte sie nach ihren Lieblings-Comedians, um herauszufinden, wodurch der Mensch zum Lachen kommt. Otto, Pippi Langstrumpf, Pumuckl, Catweazle, Karl Valentin, Loriot, Mr. Bean, Charly Chaplin sowie Dick und Doof sind Komiker, die Glückshormone ausschütten können, wenn man ihnen zuschaut. Dies ergab sich aus der Umfrage unter den Ehrenamtlichen. Die Ursache des Komischen liegt im Absurden, im Slapstick und im Missgeschick, so Lucia Mellauner. Auf denselben Prinzipien beruht das Dasein des Clowns, wobei er sich nie über andere, nur über sich selbst lustig macht. „Der Clown steht für Authentizität und das Echte. Wenn man dem Clown zuschaut, folgt man nicht der Logik. Der Clown trickst den Großen aus und steht für das Unmögliche und Unlogische“, sagt Mellauner. „Als Klinik-Clowns legen wir den Fokus auf das, was gut ist. Wir stärken die gesunden Anteile des Patienten und schaffen Leichtigkeit.“
Mit Humor lässt
sich mehr ertragen
Clown sein bedeutet, dass aus Schlechtem Gutes wird, dass mit Narrenfreiheit über die Norm hinaus gedacht wird. „Oder um es mit Sigmund Freud zu sagen: ,Mit Humor lässt sich die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit leichter ertragen‘“, so die Clownin, der es gelang, Glücksbotenstoffe unter die Ehrenamtlichen der Integrationsarbeit zu versprühen. Dank für deren Engagement kam auch von der Zweiten Bürgermeisterin der Stadt Traunstein, Burgi Mörtl-Körner.