Grassau – Ein sportlicher Erfolg geht mit Einsatz und Leistungsbereitschaft einher. Meist wird dieser von Freunden, Vereinskameraden und von der Familie gewürdigt. Doch bleiben ansonsten sportliche Leistungen unbemerkt. Dem möchte die Gemeinde abhelfen. Gemeinsam mit Sportreferentin Marina Gasteiger wurden nun von Bürgermeister Stefan Kattari die sportlichen Aushängeschilder der Gemeinde im kleinen Heftersaal geehrt.
D3-Jugend holt
den Meistertitel
Zunächst waren die Spieler der D3-Jugend Sportgemeinschaft Übersee-Grassau an der Reihe. Unter Trainer Felix Maier mit seinem Team gelang es der jungen Mannschaft, vom Alter hätten alle noch in der E-Jugend spielen können, Meister ihrer Gruppe zu werden. Von sechs Spielen wurden fünf gewonnen und das letzte mit Unentschieden abgeschlossen. „So darf es weitergehen“, lobte Bürgermeister Kattari.
Sehr erfolgreich war zudem die D1-Jugend der Spielgemeinschaft Übersee-Grassau, die den Rückrundenmeister in der Kreisklasse stellt. Trainiert von Christian Pummer und Christoph Bauhofer gelang es der Mannschaft, ungeschlagen zu bleiben. Bei den neun Spielen siegte die Mannschaft sechsmal, ging dreimal mit Unentschieden vom Platz und musste keine Niederlagen hinnehmen.
In einer anderen Mannschaft, aber durchaus ebenso sportlich, erzielten Hannah Müller, Anna Bachmeir, Isabelle Behrend und Alina Rieperdinger eine wahre Glanzleistung. Sie erreichten bei der süddeutschen Meisterschaft im Hip-Hop in der B-Reihe den ersten Platz. Die „Little Funky’s“, so der Name der Tanzgruppe, verbindet Taktgefühl, konzentriertes Hinhören, Musikalität mit einem hohen Maß an Sportlichkeit. Hannah Müller gelang zudem der erste Platz bei der süddeutschen Meisterschaft in der Startreihe „M Urban“. Die Tänzerinnen tragen den Namen der Gemeinde schon weit über die regionalen Grenzen hinaus.
Vom Tanzboden ging es auf den Chiemsee und zu Tristan Fries vom SG Katek. Der junge Mann erreichte bei Jugend-Regatta den ersten Platz. Kein Unbekannter bei den Sportlerehrungen ist Lorenz Pfleger, ein junger Mountainbiker, der schon viele Preise erzielen konnte. In diesem Jahr zeichnete Bürgermeister Kattari ihn für den Sieg bei der bayerischen Meisterschaft der Mountainbiker im Cross Country in Bad Alexandersbad aus. Der 16-Jährige holte sich den Meistertitel. Zusätzlich wurde er Dorfmeister beim Grassauer Bergradlrennen. Ihre Sportart stellte Monika Schwarzenböck sofort zur Schau, indem sie einfach einmal Bürgermeister Kattari hochhob. Dieser zeigte sich zwar etwas überrascht von der Spontanität und Kraft der jungen, starken Frau. Sie sicherte sich eine Goldmedaille bei den oberbayerischen Meisterschaften der Masters im Gewichtheben, errang zudem die Silbermedaille bei den Europameisterschaften der Masters im olympischen Gewichtheben. Eigentlich, erzählte sie, trat sie für die älteren Semester an, qualifizierte sich dann aber für die Meisterschaft der Aktiven und erzielte hier den zweiten Platz. Eine Leistung, denn sie musste hierfür 64 Kilogramm, fast ihr Körpergewicht, reißen und 80 Kilogramm stoßen. Überraschend war, dass sie diese Sportart erst drei Jahren ausübt.
Vom Fußball, zum HipHop, über Radfahren und Segeln ging der sportliche Auszeichnungsreigen weiter zu den Schützen. Andrea Noreia Wimmer konnte gleich bei zwei unterschiedlichen Disziplinen überzeugen. So gewann die Schülerin bei der oberbayerischen Meisterschaft den ersten Platz mit der Lichtpistole und zeigte ihre Treffsicherheit auch am Blasrohr. In der Wertung der Schüler gelang ihr bei der deutschen Meisterschaft der dritte Platz. Besser war da nur die ältere Schwester Ursula Wimmer, die die deutsche Meisterschaft im Blasrohr souverän gewann. Vater Andreas Wimmer zeigte sich stolz. Doch die Treffsicherheit liegt wohl in der Familie, denn auch er wurde schon mehrfach ausgezeichnet. Eine Ehrung erhielt er nun für den ersten Platz bei der Europameisterschaft in Portugal im Vorderladerschießen. Er ist zudem bayrischer Meister bei den Feuerstutzen und kann auch mit dem Blasrohr umgehen. Hier holte er sich den zweiten Platz bei der deutschen Meisterschaft im Blasrohr 3D der Herren.
In jedem Fall
„dranbleiben“
Sportreferentin Marina Gasteiger freute die Vielfalt der Sportarten und die Erfolge. Sie lobte alle für ihren Ehrgeiz und Beharrlichkeit, denn sportlicher Erfolg muss trainiert werden. „Sport ist ein wichtiges Element und gewinnen ist eine tolle Sache, doch wichtiger ist die Freude am Sport“, fügte Kattari hinzu. Er riet: „Dranbleiben, auch wenn es einmal nicht so funktioniert“.