von Redaktion

Einweihung der Kita Zellerpark nach großem Umbau und Erweiterung

Sechs-Millionen-Euro-Investment

Übersee – Nach fast vier Jahren Planungs- und Bauzeit wurde der erweiterte und rundum erneuerte Kindergarten und die Kinderkrippe am Zellerpark mit allen Beteiligten feierlich eingeweiht. Nutzer und Besucher erwartet jetzt ein ansprechender, heller, zweistöckiger Bau in Hybridbauweise aus Beton und Massivholz mit Satteldach, auf dem eine Photovoltaikanlage angebracht ist.

Großer Garten und
eine Wärmepumpe

Für eine nachhaltige Energieversorgung sorgt außerdem eine Wärmepumpe. Alle Räume sind mit Fußbodenheizung ausgestattet. Der bestehende Garten mit altem Baumbestand auf einer großen Fläche von 1632 Quadratmetern wurde naturnah mit kleinen Hügeln und Erlebnisbereichen so angelegt, dass die Kinder sich hier zu allen Jahreszeiten aufhalten können.

Bürgermeister Herbert Strauch sagte bei der Einweihung, es sei eine schwierige, herausfordernde Zeit gewesen und allen habe die Umbauzeit vieles abverlangt. Während der Umbauzeit waren die Kindergruppen vorübergehend in Containern untergebracht und die Außenanlagen konnten nur eingeschränkt benutzt werden. Strauch erinnerte daran, dass die Baukosten mit 6,5 Millionen Euro veranschlagt waren, aber dank gut kalkulierter Planung und Wetterglück abschließend knapp 5,9 Millionen Euro betrugen. Davon werde ein großer Teil, nämlich 37 Prozent, durch den Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern, Städtebauförderung und die Holzbauförderung übernommen, sodass für die Gemeinde ein Anteil von 3,66 Millionen Euro verbleibt. Die Kita sei „auf Reserve gebaut“ worden, so Strauch. Die derzeit bestehenden drei Gruppen könnten um eine Gruppe auf insgesamt 100 Kinder erweitert werden, was sicher in absehbarer Zeit notwendig werde.

Pfarrerin Claudia Buchner von der evangelischen Kirchengemeinde Ruhpolding und Pfarrer Josef Heiß von Übersee nahmen die kirchliche Weihe der neuen Räume vor, wobei sich auch die Kinder aktiv durch Singen und Bewegungen beteiligen durften. Später gingen beide Geistlichen, begleitet von den Kindern, durch alle Räume und weihten sie.

Fachplaner Simon Bauer von „BEGS, Architekten und Ingenieure“ mit Sitz in Traunstein, München und Rosenheim betonte die vertrauensvolle, gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Bürgermeister, darunter besonders Tobias Stadtelmayer vom Bauamt, und allen Mitarbeiterinnen der Kita, sodass es auch keine Komplikationen bei dem Vorhaben gegeben habe. Die Firmen seien überwiegend aus Übersee und der Region gekommen, so Bauer.

Peter Rubeck von der gleichnamigen Firma, verantwortlich für den Gartenbau, erklärte die möglichst naturnahe Gestaltung des Gartens mit Aktivbereichen, Ruhezonen und großzügigen Spielterrassen. Bei der Möglichkeit zu Wasserspielen, Matschen, Kneten, Garteln und Beeren essen sei es für die Kinder möglich, Urerfahrungen mit der Natur zu machen. Rubeck und Simon Bauer überreichten den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Herbert Strauch und Monika Blank, Geschäftsbereichsleiterin der Diakonie Rosenheim, die seit dem ersten September dieses Jahres die Trägerschaft über Kindergarten und -krippe übernommen hat. Sie und alle Redner dankten stellvertretend den Leiterinnen von Kita und Krippe, Carmen Haß und Valentina Eckart, die mit Nervenstärke und Freundlichkeit die Bauarbeiten stetig unterstützt hatten.

Kapazität für
bis zu 100 Kinder

Im Anschluss an die Festreden fand ein Stehempfang für die Festgäste statt und nachmittags ein Tag der offenen Tür für alle Interessierten, Eltern und Freunde.

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