Breitbrunn/Gstadt – Einstimmig sprachen sich die Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Breitbrunn in ihrer jüngsten Sitzung für eine Anpassung der Elternbeiträge beim Kinderhaus St. Johannes in Gstadt aus.
Minus von
165000 Euro
Anton Baumgartner, Breitbrunns Bürgermeister und Vorsitzender der VG, erinnerte das Gremium daran, dass gemäß der Betriebsträgervereinbarung zwischen der VG und dem Kita-Verbund Selige Irmengard der jährliche Haushaltsplan (einschließlich der Festsetzung der Elternbeiträge und des Stellenplans) sowie während des Haushaltsjahres anfallende über- und außerplanmäßige Ausgaben der Kindertageseinrichtung der Zustimmung der VG bedürfen.
Die Zustimmung zum Haushaltsplan für 2025 wurde in der Mai-Sitzung der VG vertagt. Damals hatte es geheißen, dass nach dem Verlust 2024 in Höhe von rund 165000 Euro auch heuer wieder ein ähnlich hohes Defizit zu erwarten sei. Zwischenzeitlich habe er, Baumgartner, mit dem Träger neue Elternbeiträge ab Januar 2026 mit dem Ziel einer künftigen deutlichen Defizitminimierung vereinbart. Er gab einige Zahlenbeispiele: „Bezahlten bislang Eltern für Krippenkinder für eine Betreuung von vier bis fünf Stunden 300 Euro, so soll sich dieser Beitrag ab dem 1. Januar 2026 um fünf Euro auf 305 Euro erhöhen.“ Für Kindergartenkinder werden die Preise ebenfalls steigen: Für einen Betreuungszeitraum von beispielsweise vier bis fünf Stunden mussten Eltern bislang monatlich 140 Euro aufwenden. Dieser Betrag soll nun auf 160 Euro angepasst werden. Für die Betreuung der Hortkinder von zwei bis drei Stunden sind künftig 140 Euro (statt bisher 120 Euro) fällig. Die Ferienbetreuung erhöht sich um fünf Euro auf 20 Euro pro Tag. Das Spielgeld bleibt bei sieben Euro, das Getränkegeld wird um zwei Euro auf fünf Euro erhöht. Außerdem habe man einen Wegfall der Geschwisterermäßigung festgelegt, informierte Baumgartner.
Keine Rückmeldung
von den Eltern
Kinderhausleiterin Susanne Wenzel merkte an, dass man bereits die Tarife mit den Eltern kommuniziert habe und dass es keine Rückmeldung gegeben habe. Allein das Getränkegeld in Höhe von fünf Euro pro Monat sei zu hoch bemessen, erklärte sie. Drei Euro pro Monat seien ausreichend. Katharina Scholz, Verwaltungsleiterin beim KiTa-Verbund Selige Irmengard, sagte, dass man sich zum Ende des Kindergartenjahres 2025/26 die Zahlen anschauen werde. Wenn das Getränkegeld zu hoch sei, dann könnte man hier kürzen. Ohne Nachfragen stimmten die Mitglieder der VG einstimmig den neuen Elternbeiträgen ab Januar 2026 und dem Haushaltsplan 2025 nachträglich zu.