Ein Schirm als Zeichen

Seelsorge auf dem Friedhof

von Redaktion

Zu Allerheiligen initiiert die Diözese München und Freising ein neues Projekt in der Region

Traunstein/Landkreis Die Seniorenseelsorge im Landkreis Traunstein bietet zu Allerheiligen in Zusammenarbeit mit örtlichen Seelsorgern das neue Projekt „Offenes Ohr, offenes Herz – Begegnung und Gespräche am Friedhof“ an, das in dieser Form in der Diözese München und Freising einzigartig ist. Hintergrund ist, dass jetzt vor Allerheiligen wieder viele Menschen an die Gräber kommen, um sie herzurichten und um verstorbenen Familienmitgliedern nah zu sein. In manch einem Friedhofsbesucher schlummert vielleicht auch der Wunsch oder das Bedürfnis, mit jemandem vertraulich zu sprechen und sich auszutauschen, auch weil man sich vielleicht in seiner Trauer alleingelassen fühlt.

Niederschwelliges
Angebot

„All diesen Menschen wollen wir von der katholischen Seelsorge ein niederschwelliges Angebot machen und direkt auf den Friedhöfen, die nicht unmittelbar um Kirchen gelagert sind, die Möglichkeit geben, einen Seelsorger als Gesprächspartner zu finden“, so die Seniorenseelsorgerinnen Christina Fraunhofer, Waltraud Jetz-Deser und Barbara Burghartswieser sowie deren Kollege, Diakon Andreas Nieder. Das Angebot richte sich übrigens an alle Menschen, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, betonte Projektleiterin Fraunhofer. Man sei davon überzeugt, dass die Seelsorge zukünftig mehr zu den Menschen gehen müsse und nicht darauf warten dürfe, bis die Menschen zu ihr kämen, so Jetz-Deser. Mit dem neuen Projekt wolle man insgeheim auch die verbindende Botschaft „Miteinander unterwegs im Dekanat Traunstein“ hinaustragen.

Dekan Dr. Florian Schomers habe es von Anfang an unterstützt, und auch die Resonanz aus den Pfarreien sei sehr positiv gewesen, so die Seniorenseelsorger.

15 Seelsorger, darunter Priester, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferenten sowie Seelsorger der Senioren-, Kranken- und Familienseelsorge, werden an den 20 ausgewählten gemeindlichen beziehungsweise städtischen Friedhöfen in Altenmarkt, Bergen, Chieming, Eisenärzt, Grabenstätt, Grassau, Inzell, Kirchanschöring, Obing, Raiten, Rottau, St. Georgen, Schleching, Tittmoning, Traunstein, Traunwalchen, Traunreut, Trostberg, Truchtlaching und Waging am See für Gespräche zur Verfügung stehen und diese zu Orten der Begegnung, des Zuhörens und Austausches machen.

„Wir sind schon
sehr gespannt“

Erkennen wird man die Seelsorger an ihren apricotfarbenen Schirmen der Erzdiözese. „Wir sind schon sehr gespannt, wie unser neues Projekt mit dem Gesprächsangebot von den Bürgern angenommen wird. Kommen Sie einfach vorbei, wir freuen uns auf Sie“, so die Seelsorger.

Termine für Gespräche