Marquartstein – Das 21. Stiftungsfest der Diakonie im Achental war von Abschied und Neuanfang geprägt. Georg Herzog übernimmt die Nachfolge von Max H. Nübel, der altersbedingt ausscheidet. Eine größere Herausforderung stellt der Abschied von Michael Soergel dar, für den noch kein Nachfolger gefunden wurde. Soergels Engagement hinterlässt eine große Lücke, die nur teilweise geschlossen werden kann.
Jürgen Branz leitet nun die Achental-Tafel, Brigitte Döring führt „Essen auf Rädern“ weiter und Dagmar Hibsch betreut den Senioren-Nachmittag.
Volkmar Döring beschreibt Soergel als „Menschenkümmerer“, dessen unkonventionelle Lösungen und Ideen fehlen werden. Soergel, der die Leitung der sozialen Dienste im Diakonischen Werk Traunstein übernimmt, war stets „mit Hand und Herz im Einsatz“.
Die Suche nach einem Nachfolger wurde auf Sozialpädagogen ausgeweitet. Pfarrer Rainer Maier lobte Soergels Empathie und Netzwerkfähigkeiten, welche auch in Traunstein geschätzt werden sollen.
Andreas Karau, Vorstandssprecher des Diakonischen Werks Traunstein, sprach über den Wandel in der Diakonie und die Herausforderungen durch Gesetzesänderungen und demografische Entwicklungen. Trotz knapper Kassen will die Diakonie soziale Sicherheit bieten und die Nächstenliebe erfahrbar machen. Zum Abschied bedankte sich Soergel bei seinen Unterstützern und betonte die Wichtigkeit von Netzwerken und Kooperationen. Das Fest klang mit Harfenmusik von Alexandra Scheufler und geselligen Gesprächen aus.wun