Wählergruppe „Unser Bergen“ geht neue Wege

von Redaktion

Instagram-Account erstellt – Zusammenarbeit mit der SPD geplant

Bergen – Eine bürgernahe und unabhängige Politik für die Gemeinde zu gestalten und dies ohne Parteibuch, ist erklärtes Ziel der neugegründeten Wählergruppe „Unser Bergen“. Die Gruppe möchte den Wählern zur Kommunalwahl parteienunabhängige Kandidaten präsentieren, die sich nur der Entwicklung der Gemeinde verpflichtet fühlen. Im Mühlwinkler Hof trafen sich die Mitstreiter zur ersten Vorbereitung.

Birgit Glaser, seit einigen Monaten im Bergener Gemeinderat vertreten, machte sich gemeinsam mit Martina Bresina und Max Schlosser Gedanken zur anstehenden Kommunalwahl. Sie wollen die Anliegen der Bürger direkt aufnehmen und in den Mittelpunkt ihrer kommunalpolitischen Arbeit stellen. Gemeinsam mit der SPD Bergen will die Wählergruppe „Unser Bergen“ eine Listenverbindung eingehen. Dies ist auch ratsam, nachdem sich immer weniger Kandidaten melden. Wie die 37-jährige Mutter zweier Kinder, Birgit Glaser, informierte, wurde nun auch ein Logo entworfen und ein Instagram-Account erstellt. Ihr Ansatz seien die Themen Mittagsbetreuung, ÖPNV, Schwimmbad und Seilbahn. Mittlerweile folgen bereits knapp 180 Personen der neuen Gruppierung.

Sepp Parzinger, Vorsitzender der Bergener SPD, freute sich, dass die neue Gruppierung gemeinsam mit der SPD zur Kommunalwahl antreten wolle, denn dann gebe es eine Liste mit der ältesten Partei in Bergen, der SPD, gegründet 1919, und der jüngsten Partei. Anerkennend stellte er fest, dass die neue Gruppierung viele junge Leute gefunden habe. Auch er, mit 32 und seit wenigen Wochen Vater, stelle sich wieder der Herausforderung und kandidiere für den Gemeinderat, dem er früher bereits als 20-Jähriger angehörte. Natürlich stehen die Themen Wasserversorgung, Wohnen, aber auch Verkehr sowie Kinderbetreuung auf der Agenda.

Die 32-jährige Martina Bresina, die gemeinsam mit Birgit Glaser und Max Schlosser die neue Vereinigung ins Leben rief, sind bezahlbares Wohnen und eine Verkehrsberuhigung wichtig. Der Software-Entwickler Kai Oliver Kraft, 52, der seit drei Jahren regelmäßig die Gemeinderatssitzungen verfolgt, kandidiert und möchte sich für mehr Öffentlichkeit einsetzen. Auch in nichtöffentlichen Sitzungen wurden Themen wie das Wasser, das extrem wichtig sei, besprochen, was für ihn zur Politikverdrossenheit führe.

Felix Egloff und Heinz Riefer kündigten Unterstützung an, wie auch Dieter und Monika Berlitz. Erika Sträter, aktive Gemeinderätin seit nunmehr sechs Jahren, erklärte sich für eine neue Kandidatur bereit. Sie ist Mitbegründerin der Initiative „Unser Bergener Wasser“. Ihr Anliegen ist ein Verkehrskonzept für Bergen. Der 25-jährige Rechtsreferendar Erik Bubach gehört zu den jüngsten Mitstreitern. Mit Arbeitsrecht kennt sich der aktive 48-jährige Markus Staller bestens aus. Er legte die Auswertung der SPD Umfrage „Mein Bergen lebenswert“ vor. Die Umfrage gibt Aufschluss darüber, wo der Schuh in der Gemeinde drückt. In dieser wurde die Lebensqualität in der Gemeinde mit der Note zwei bewertet, der Bedarf an Wohnungen mit zwei bis drei Zimmer angesprochen und auch die Kinderbetreuung war ein Thema. Das Angebot für Senioren wurde mit gut bewertet, wie auch das Freizeitangebot.

Wie Markus Staller betonte, seien die offenen Fragen sehr aufschlussreich und die 41 Anregungen sollten genau geprüft werden. Verkehr, Rufbus, Radwege und ÖPNV wurden immer wieder angesprochen, wie auch Klimaschutz, Solarthermie und eine kommunale Wärmeplanung angeregt.

In nächster Zeit werden die Weichen für die junge Gruppierung gestellt. Wie Sprecherin Birgit Glaser betonte, sind bereits einige Kandidaten vorhanden, die dann bei der Ausstellungsversammlung vorgestellt werden. Gemeinsam mit der SPD werde man einen attraktiven Wahlvorschlag erarbeiten.tb

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