Baupläne im Priener Wohngebieten

von Redaktion

Gemeinderäte lehnen Neubauprojekt in der Schützenstraße geschlossen ab

Prien – In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wurde über den Antrag auf Vorbescheid zum Neubau von zwei Gebäuden, bestehend jeweils aus einem Reiheneck- und einem Zweifamilienhaus sowie Garagen in der Schützenstraße beraten.

Wie Thomas Lindner ausführte, wolle der Bauherr zwei Gebäude mit je drei Wohneinheiten mit einer Grundfläche von 165 Quadratmetern und einer Traufwandhöhe von 6,50 Metern errichten. Fünf Stellplätze würden oberirdisch und sechs in einem Carport nachgewiesen. Da es keinen Bebauungsplan gebe, müssten sich die Vorhaben in die nähere Umgebung einfügen. Als diese würden die östlichen und westlichen Grundstücke gelten. Die Seestraße, die ein höheres Maß der baulichen Nutzung besitze, könne nicht als Bezugsfall herangezogen werden. Im Areal der Schützenstraße gebe es Grundflächen mit bis zu 170 Quadratmetern und Traufwandhöhen von bis zu 6,45 Metern. Das Vorhaben füge sich somit ein.

Michael Anner (CSU) erklärte, er sehe dies anders. Die Frage sei, ob der große Bau im westlichen Teil der Schützenstraße ein Bezugsfall oder ein Ausreißer sei. Die Bebauung werde immer lockerer, je weiter man in das Wohngebiet komme. Das westliche Gebäude sehe er eher mit Blick zur Seestraße. Zudem plane der Bauherr Dachgauben, weshalb man davon ausgehen könne, dass das Dach im Nachhinein ausgebaut werde. Damit entstünden zweimal vier Wohneinheiten. Außerdem sei die Schützenstraße hinsichtlich der vielen benötigten Parkplätze recht eng. Dem schloss sich Gunther Kraus (CSU) an. Ebenso Marion Hengstebeck (Bürger für Prien, BfP), die meinte, der Bauherr solle sich auf zwei Doppelhäuser beschränken. Gaby Rau (Die Grünen) sagte, die locker bebauten Grundstücke seien eher älter. Man müsse damit rechnen, dass dort später auch größer gebaut werde. Wohnraum zu schaffen, sei wichtig.

Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) änderte daraufhin den Beschlussvorschlag um, sodass das Vorhaben das gemeindliche Einvernehmen nicht erhält. Dem stimmte das Gremium einhellig zu.wp

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