Gelungene Premiere eines lustigen Dreiakters

von Redaktion

„Deifi Sparifankerl“ begeistert mit Witz und Spezialeffekten im Festsaal in Bergen

Bergen Äußerst amüsante Stunden bietet das Theater Bergen derzeit dem Publikum mit dem Dreiakter „Deifi Sparifankerl“ von Ralph Wallner, ein Stück mit Schwung, mit besonderen Effekten, mit viel Witz aber auch mit Charme und einem Deifi zum Dahinschmelzen. Nach der gelungenen Premiere sind die weiteren Aufführungen im Bergener Festsaal am morgigen Freitag um 20 Uhr, am Sonntag, 2. November, um 18 Uhr, und am Mittwoch, 5. November, um 20 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf in der Tourist-Info.

Gleich zu Beginn des unkonventionellen Stücks macht das Publikum mit dem Deifi, auch „Lucki“ genannt, perfekt hinreißend dargestellt von Toni Wimmer, Bekanntschaft und merkt schnell, dass der bayrische Deifi eigentlich gar nicht so ein Böser ist, sondern lediglich seine Aufgabe erledigen muss. Er muss den Bertl Geißhofer (Michi Utzmeier) zu Untaten anstiften. Sein Helfer ist der Nepomuk Stutz (Tobi Viehauser), der gemeinsam mit dem Bertl die Lumperei begehen möchte. Doch da hat er die Rechnung ohne die brave, liebenswerte Senta Geißhofer, die Schwester des Bertls, verkörpert von Anna Rechenmacher, gemacht. Sie durchblickt als Einzige die Machenschaften des lustigen, aber stinkenden Sparifankerls. Selbst ihrem Freund, dem Grafen von Falkenklamm (Tobi Wimmer), erzählt sie nichts von ihrer Entdeckung. Doch der Deifi hat ein paar Leidenschaften: Neben dem guten Essen und Schnaps sind es die Frauen und vor allem die Goldtalerin (Regina Lutz), die nicht abgeneigt ist und ihre Verführungskünste spielen lässt. Sie umgarnt den Teufel. Mit der Blechhoferin (Margit Rees) kann sie in Liebesdingen jedoch nicht mithalten.

Die Dritte im Bunde dieser Frauenriege ist die Ungarin (Lisa Panchyrz), der eine ganz besondere, zunächst unauffällige Rolle zukommt. Sie ändert unerwartet ihren Charakter während des Stücks.

Das Stück beginnt unerwartet und endet ebenso. Den Darstellern gelingt es hervorragend, die Stimmung und die Spannung zu halten. Mit geschickter Mimik und Gestik und mit viel Bewegung auf der Bühne, bleibt das Schauspiel aktionsreich. Auch mit Spezialeffekten wird nicht gegeizt. Der Deifi, Toni Wimmer, spielte sich genau wie Anna Rechenmacher sofort in die Herzen des Publikums.

Ein Stück, das begeistert und das Publikum zu lang anhaltendem Applaus verführte. Wer wieder einmal richtig lachen möchte und den Alltag vergessen möchte, ist bei den Aufführungen richtig.Tamara Eder

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