Nachbildung der Pestsäule von 1623 feierlich enthüllt

von Redaktion

Neues Denkmal in Rottau erinnert an historische und aktuelle Pandemien

Rottau – Bürgermeister Stefan Kattari enthüllte gemeinsam mit dem Schöpfer der neuen Pestsäule, Fritz Seibold junior, die Nachschöpfung der Pestsäule aus dem Jahre 1623.

Bis Ende der 1950er-Jahre stand die damalige Pestsäule an der Ortseinfahrt der Bundesstraße von Grassau kommend an einem wirklich schönen, gut sichtbaren Platz. Kattari bedankte sich ganz herzlich bei der Familie Sepp Laubhuber, die diesen schönen Platz wieder zur Verfügung gestellt hat. Der erste Vorschlag für eine neue Pestsäule stammt von Olaf Gruß aus dem Jahre 2012. Im Jahr 2023 stellten die beiden Fraktionen der SPD und der „Allgemeinen Einwohnerschaft Rottau“ (AE) den Antrag, eine neue Pestsäule zu errichten. Dieser Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Der ortsansässige Steinmetzbetrieb Fritz Seibold erhielt daraufhin den Auftrag, diese neue Pestsäule zu schaffen.

Kattari stellte einen Zusammenhang zwischen der Pest und der Corona-Pandemie her. Er sagte, die Parallelen sind unübersehbar – beides seien potenziell tödliche Krankheiten, die von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Leute haben im 17. Jahrhundert ähnlich reagiert wie heute – erschreckend ähnlich. Mit Panik auf der einen Seite, mit Leichtsinn auf der anderen. Viele haben die Gefahr für sich und ihre Familien unterschätzt, obwohl die Ausbreitungswege bekannt waren. Auch das war bereits im 17. Jahrhundert.

„Wenn wir heute die Rottauer Pestsäule aus dem Jahr 1623 neu aufstellen, schwingt dabei auch Dankbarkeit mit, dass wir die Corona-Pandemie überstanden haben“, sagte Kattari. Am Ende seiner Rede wünschte er allen allzeit alles Gute, vor allem Gesundheit! Beim anschließenden Beisammensein der Besucher unterhielt Samuel Polleichtner auf der Ziach. aj

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