Rimsting – „Ohne Mitarbeiter bist du als Bürgermeister gar nichts.“, so lautet das Fazit von Bürgermeister Andreas Fenzl bei seiner letzten Bürgerversammlung als Rathaus-Chef im Greimhartinger Gemeindehaus. Diese nahm er deshalb auch zum Anlass, um sich bei den vielen Vereinen, deren Vorsitzenden, den vielen Ehrenamtlichen, den beiden Feuerwehren, den Ratskollegen und vor allem bei den Gemeindemitarbeitern zu bedanken. Danach drehten sich die Wortmeldungen um dunkle Straßen, Friedhofspflege und die Parksituation beim Ärztehaus.
Karten werden
neu gemischt
Fenzl tritt bei der nächsten Kommunalwahl im März 2026 nicht mehr an, die Chiemgau-Zeitung berichtete bereits. Das bedeutet, dass die Karten bei der Wahl zum nächsten Bürgermeister völlig neu gemischt werden und auch für das Kommunalparlament dann wohl der eine oder andere personelle Wechsel ansteht. Gerade deshalb war Fenzl dieser Dank, insbesondere auch an die Gemeinderatsmitglieder, sehr wichtig. „Das ist meine letzte Bürgerversammlung und ich möchte Danke sagen für das Vertrauen“, so Fenzl. „Ich bin sehr, sehr dankbar“, betonte er weiter und rang doch ein bisschen um Fassung, auch als er sich namentlich bei seinen Mitarbeitern bedankte. Er zog den Vergleich zu einem gut funktionierenden Uhrwerk. Wenn dieses nicht laufe, dann „bist du eigentlich nicht mehr als eine kaputte Uhr“, war sich Fenzl sicher. Im Namen des Gemeinderats dankte ihm dann Thomas Schuster, der Zweite Bürgermeister, und hob insbesondere die „sehr, sehr gute Zusammenarbeit“ hervor.
Die persönlichen Worte des Bürgermeisters folgten seinem Jahresbericht, in dem er die Baumaßnahmen, die Investitionen in die Infrastruktur, die wirtschaftliche Lage, den Schuldenstand und die Einwohnerzahlen vorgestellt hatte.
Die erste Wortmeldung in der Diskussionsrunde bezog sich auf das Thema Friedhof und die Rimstinger Bürgerin warnte gleich vor, dass da „noch mehr kommt“. „Wir haben da zum Teil eine Funzelbeleuchtung“ bei den Straßenlaternen in der Nacht und sie gehe abends nur mehr mit einem „mulmigen Gefühl“ durch die Straße, weil es so dunkel sei. „Das ist ja wie vor 70 Jahren“, ist das „der Sinn vom Energiesparen?“, wollte sie wissen. Fenzl ging auf die Zielsetzung der nächtlichen Dimmung ein und die angestrebte Reduzierung der Lichtverschmutzung. „Aber ausreichende Beleuchtung soll schon da sein“, unterstrich er und versprach, die derzeitige Reduzierung zu überprüfen.
Der nächste Themenkomplex, den sie aufgriff, drehte sich um den Friedhof. Sie sprach den „vielen Dreck“ („Da liegen Berge von Kerzenhüllen, Schalen, Kerzen, Marmeladentöpfen!“) rund um die beiden Mülltonnen am Eingang an. Der Brunnen sei „verschlammt und vermost“ und der Rasen werde wohl nur gemäht, „wenn grad jemand Zeit hat“, kritisierte sie. Mit Blick auf das Ortszentrum und den Platz vor dem Rathaus, wünsche sie sich auch hier eine Aufwertung und unterstrich: „Der gehört mit Blumen richtig aufgepeppt!“
„Friedhof müssen
wir aufhübschen!“
Fenzl erklärte, dass das Thema Friedhof schon im Rat auf der Agenda stehe und beim Innenbereich gab er der Bürgerin Recht. „Den müssen wir aufhübschen!“ Bezüglich der Parksituation beim neuen Ärztehaus gab es Wortmeldungen, die den Schluss nahelegten, dass es mit einem weiteren Verbotsschild nicht getan sein dürfte. Fenzl gab auch zu bedenken, dass beim dortigen Dialyse-Zentrum „oft zu viele Taxis halten“.