„Ich liebe diese Musikschule!“

von Redaktion

Festkonzert der Musikschule Grassau zum 50-jährigen Bestehen – Überschwängliches Lob des Bürgermeisters

Grassau – Als der erste Musikschulleiter – und einzige Lehrer – Hans-Josef Crump im September 1975 zum ersten Mal die Tür zum ehemaligen Grassauer Kindergarten aufschloss, in dem die neugegründete Musikschule ihre Arbeit aufnehmen sollte, ahnte er gewiss nicht, was für eine prächtige Ausbildungsstätte hieraus erwachsen würde.

Sechs Zweigstellen
und 1150 Schüler

Aus bescheidenen Anfängen entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten die größte Musikschule im Landkreis. Sie hat neben dem Hauptort Grassau sechs Zweigstellen: Bernau, Staudach-Egerndach, Marquartstein, Unterwössen, Schleching und Reit im Winkl. 1150 Schüler besuchen sie in diesem Schuljahr. Das Unterrichtsangebot für alle Instrumente und für das Singen ist groß. Und erfolgreich: Das beweisen die häufigen Preise bei „Jugend musiziert“ und bei Volksmusikwettbewerben, das beweisen aber auch die vielen Jugendlichen, die dank des eigenen Musizierens persönliche Lebensfreude und Selbstständigkeit gewinnen. Nun führte ein großes Festkonzert Hunderte von Gästen im Hefter-Kultursaal vor Augen (und Ohren), welche Qualität die Musikschule Grassau bietet.

Die beiden Musikschulleiter Wolfgang Diem und Otto Dufter leiteten gemeinsam durch den Abend, indem sie launig aus der Geschichte der Musikschule berichteten. Bürgermeister Stefan Kattari betonte, wie wichtig ihm und dem Marktgemeinderat die Arbeit der kommunalen Musikschule im Sinne der Jugendförderung sei. Auch der Vorstandsvorsitzende der Wolfgang-Sawallisch-Stiftung, Andreas Hérm Baumgartner, ergriff das Wort, die enge Verbindung zwischen der Stiftung, der Marktgemeinde Grassau und ihrer Musikschule betonend.

Was die Grassauer Schule besonders auszeichnet, ist die starke, die Gemeinschaft fördernde Ensemble-Arbeit. Das Festkonzert zum Musikschul-Geburtstag, das alle Instrumente zum Klingen brachte, bewies die Vielfalt der musikalischen Leistung der Musikschule. Solistisch, im Duo, in kleinen Ensembles, aber auch in der „10er-Brass“-Band und der eindrucksvollen Größe eines „richtigen“ Symphonieorchesters mit knapp 40 jungen Musikern zeigten die Schüler hervorragende Ergebnisse. Die „Töchter und Söhne von Grassau“ – eine Kapelle mit ehemaligen Grassauer Musikschülern, die alle inzwischen erfolgreiche Profimusiker sind – setzten eine neu geschaffene Komposition von Hans Kröll begeistert und begeisternd in Szene. Ein großes Lob für ihre ehemalige Schule.

„Danke für die Musi,
danke für den Applaus“

Bürgermeister Kattari richtete zum Schluss noch einmal das Wort an die Anwesenden, hob die Bedeutung der Musikschule Grassau mit ihren sieben Zweigstellen erneut hervor und verlieh seiner Freude mit dem Satz Ausdruck: „Ich liebe diese Musikschule“ – mehr noch: Er testete sein sängerisches Talent mit dem Udo-Jürgens-Lied „Danke für die Blumen“, hier mit den Worten: „Danke für die Musi, danke für den Applaus“. Das Publikum ließ sich von der Begeisterung der vielen Musiker anstecken.

Es wurde allgemein der Wunsch geäußert, dass der Musikschule nach diesem 50. Geburtstag eines Tages auch der 100. Geburtstag beschieden sei – die Kraft dafür scheint vorhanden zu sein.

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