Neuer Bauernschmied-Kaser und neue Maschinenhalle kommen

von Redaktion

Gemeinderat Unterwössen hat zwei Bauvorhaben im Außenbereich einstimmig genehmigt

Unterwössen – Einen neuen Bauernschmied-Kaser im Almgebiet zwischen Hinterwössen und dem Streichen plant der Unterwössner Bauernschmied. Dafür gab der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht. Das Gebäude an anderer Stelle soll den alten Kaser ersetzen.

Bauamtsleiterin Jana Schmidt-Hindinger führte in den Tagesordnungspunkt ein. Das Gelände liegt im Außenbereich auf rund 1000 Höhenmetern an einem zumindest mittelsteilen Südhang. Der bestehende Kaser ist stark sanierungsbedürftig. Bereits im Juni 2024 hatte der Gemeinderat einem Vorbescheid unter der Bedingung zugestimmt, dass der neue Bau zur Landwirtschaft passt und möglichst wenig in die Natur eingreift.

Im Juli gab es einen Ortstermin mit Bauherrn, Planern, Fachstellen des Landratsamtes und der Gemeinde. Dabei verständigten sich alle gemeinsam auf den jetzt vorliegenden Bauantrag. Das Gebäude soll etwas oberhalb des alten Kasers am Hang stehen, weil das geländeverträglicher sei.

Der neue Kaser wird aus zwei Teilen bestehen: einem Stall mit circa 11,5 mal 15 Metern Grundfläche und einem Sennteil mit rund neun mal 9,5 Metern. Die Gebäudeteile von Wirtschafts- und Wohnteil wurden auf die funktional erforderlichen Abmessungen reduziert. Ursprünglich im Kellergeschoss und Dachgeschoss vorgesehene Bettstellen wurden entfernt. Die Terrasse um den Sennteil ist gegenüber der Ursprungsplanung verkleinert, lediglich zwei oder drei Tische dürfen zur Bewirtung aufgestellt werden. Das entspricht auch der Nutzung am alten Kaser.

Die Erschließung erfolgt über einen neu anzulegenden Weg von Osten, etwas oberhalb der bisherigen Zufahrt zum alten Kaser. Die Trinkwasserversorgung ist über eine bestehende Quellfassung gesichert. Die Abwässer werden über eine Pflanzenkläranlage entsorgt. Auflage ist es, nach dem Neubau den alten Kaser abzureißen und dessen Standort zu renaturieren.

Über die Fraktionen hinweg begrüßten die Gemeinderätinnen und -räte die Planung. Dem Bauantrag wurde einstimmig stattgegeben.

Eine zweite Bausache führte zum Unterwössner Gattererhof. Der liegt nahe des Unterwössner Zentrums im Einmündungsbereich der Frühlingsstraße auf die B305, baurechtlich ist es dort aber Außenbereich. Der Landwirt beantragt die Genehmigung für den Bau einer Maschinenhalle. Der Rat genehmigte das Bauvorhaben einstimmig.

Bauamtsleiterin Jana Schmidt-Hindinger führte in den Tagesordnungspunkt ein. Auf dem landwirtschaftlich genutzten Grundstück soll, abgewandt von der Hauptstraße, hinter dem Gebäudekomplex eine neue Maschinenhalle entstehen. Geplant ist ein eingeschossiges Gebäude mit einer Grundfläche von rund 264 Quadratmetern. Die Halle wird 22 Meter lang und zwölf Meter breit, die Seitenwände erreichen eine Höhe von sechs Metern. Die Einfahrt erfolgt über ein großes Rolltor auf der Südseite zum Gattererweg hin. Das Gebäude bekommt ein Pultdach. Die Außenwände bestehen aus Holz mit Stahltrapezblech und fügen sich gut in die Umgebung ein. Wie die anderen Gebäude des Komplexes wird auch die Maschinenhalle über den Gattererweg erschlossen.

Nach dem Baugesetzbuch sind Bauvorhaben im Außenbereich nur zulässig, wenn sie einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dienen und keine öffentlichen Belange – etwa Belange des Naturschutzes oder der Landschaftspflege – verletzt werden. Die Verwaltung stellte fest, dass diese Voraussetzungen hier erfüllt sind. Das Vorhaben sei betrieblich notwendig, die Erschließung gesichert und die Einfügung in die Umgebung gewährleistet.

Die Gemeinderäte sahen das fraktionsübergreifend positiv. Die einen freuten sich, dass der Landwirt für die Zukunft plant, die anderen lobten, dass sich das Gebäude gut in den Komplex einfügt. Die Entscheidung fiel einstimmig für den Bauantrag. lfl

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