Deutlich mehr Einnahmen als erwartet

von Redaktion

Siegsdorfer Gemeinderäte beschließen „sehr erfreulichen“ Nachtragshaushalt 2025

Siegsdorf – Der Siegsdorfer Gemeinderat hat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung eine Nachtragshaushaltssatzung für das laufende Jahr genehmigt. Die Veränderungen waren im Haushaltsausschuss und den Fraktionen bereits im Vorfeld eingehend beraten worden. Im Laufe des Jahres hatten sich Veränderungen im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt ergeben, die die Aufstellung eines Nachtragshaushaltsplanes erforderlich machten. Gründe dafür waren neben höheren Einnahmen bei den Gewerbesteuern auch Steigerungen bei der Kreis- und Gewerbesteuerumlage sowie ein erhöhter Mittelbedarf für den Umbau des Rathauses, bei den Betriebskosten im Schwimmbad und zusätzliche Planer- und Gutachterkosten bei einigen Bauleitverfahren.

Nachzahlungen bei
den Gewerbesteuern

Kämmerer Josef Bauer erläuterte in Kurzform, aber auch für die zahlreichen Besucher sehr verständlich, die Veränderungen im Zahlenwerk des Nachtragshaushaltes, in das nur erforderliche Veränderungen aufgenommen worden waren. Die Haushaltssatzung für das Jahr 2025 war laut Kämmerer am 4. Februar vom Gemeinderat beschlossen worden und umfasste in den Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt 45858400 Euro und im Vermögenshaushalt 9,99 Millionen Euro. Im neuen Plan, der rückwirkend zum 1. Januar in Kraft tritt, erhöht sich der Verwaltungshaushalt um 15,45 Millionen Euro auf nunmehr 61,3 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt um 13,79 Millionen Euro auf nunmehr 23,78 Millionen Euro.

Die größte Veränderung im Verwaltungshaushalt sind dabei erhöhte Gewerbesteuereinnahmen, bedingt durch Nachzahlungen aus den Jahren 2022 bis 2024 (circa acht Millionen Euro) und Anpassungen bei den Vorauszahlungen für 2024 und 2025 (circa sieben Millionen Euro). Aber auch höhere Zuweisungen für die Schülerbeförderung (69000 Euro) und beim Anteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer (195000 Euro) mussten angepasst werden. Bei den Ausgaben des Verwaltungshaushaltes erhöhten sich die Zuweisungen für die Musikschule Inzell um 35900 Euro, die Heizkosten im Schwimmbad erforderten Mehrkosten von 64700 Euro und die Planungskosten für Bauleitpläne stiegen um 75000 Euro. Die Gewerbesteuerumlage steigt um knapp 1,2 Millionen Euro und auch die Kreisumlage erhöht sich aufgrund des aktuellen Hebesatzes um 315600 Euro. Die größte Veränderung verursacht jedoch die erfreuliche Zuführung zum Vermögenshaushalt, die sich von den geplanten 6,3 Millionen Euro auf 21,8 Millionen Euro erhöht.

Im Vermögenshaushalt sind neben der weiteren Zuführung von 13,79 Millionen Euro auch Veränderungen bei den Ausgaben einzuarbeiten. Eine Million Euro zusätzlich war für den Umbau und die Modernisierung im Rathaus zu leisten, zusätzliche 45000 Euro erfordert die derzeitige Sanierung des Daches und der Elektroverteilung im Mehrzweckgebäude Eisenärzt und eine Detailuntersuchung der ehemaligen Deponie Gelbwiesen erfordert 50000 Euro. Weitere Veränderungen bei den Ausgaben bedingen der Ablösevertrag „Investitionen Skilift Wolfsberg“ (128500 Euro), der Anschluss des „Weinmüller-Hauses“ an die Nahwärmeversorgung des Rathauses (40000 Euro) und die Zuführung zu den allgemeinen Rücklagen, die nun 14,75 Millionen Euro umfasst. Insgesamt erhöht sich im Nachtragswerk das Gesamtvolumen des Haushaltes 2025 um 29,4 Millionen auf nunmehr 85 Millionen Euro. Bürgermeister Thomas Kamm lobte unter dem Applaus des Gemeinderates die Finanzverwaltung um Josef Bauer für die umfangreichen Arbeiten und die verständliche Umsetzung. Er betonte aber auch, „im ursprünglichen Haushalt seien keine utopischen Zahlen eingeplant worden, die massiven Veränderungen beruhten auf den nachträglich gelieferten Zahlen der Betriebe“. Trotz der „sehr erfreulichen“ Finanzsituation der Gemeinde mahnte Bürgermeister Kamm, ebenso wie Kämmerer Bauer, auch weiterhin einen sorgsamen Umgang mit den Steuergeldern an. Kamm war sich jedoch sicher, dass die Finanzierung der bevorstehenden Aufgaben, wie die Sanierung der Schule oder die Umgestaltung des Ortskerns gesichert seien.

Geschlossene
Zustimmung

Einstimmig beschloss daraufhin der Gemeinderat mit 19 zu null Stimmen die Nachtragshaushaltssatzung für das Jahr 2025 mit einem Gesamtvolumen in den Einnahmen und Ausgaben von 85 Millionen Euro.

Artikel 1 von 11