Grassau – Über die Gemeindepolitik der vergangenen Monate und anstehende Entscheidungen im Marktgemeinderat berichteten die Räte der Freien Wählerschaft, Sepp Grießenböck und Hans Genghammer, im Gasthof „Zur Post“. Themen wie Schulhaussanierung, aber auch der Flächennutzungsplan konnten mit den Räten diskutiert werden. Natürlich wurde auch über die Aufstellung der Kandidatenliste für die Kommunalwahl gesprochen. Überraschend viele wollen auf der Liste der Überparteilichen mitwirken. Sepp Grießenböck informierte, dass vor zehn Jahren zum ersten Mal über die Schulhaussanierung gesprochen wurde. Verschiedene Aspekte führten immer wieder zu einer Verzögerung. Er erinnerte an den Wasserschaden in der Schule, der Planungen zurückwarf, dann an Corona, aber auch an die lange Sperrung der Turnhalle, die einen Abbruch der alten Halle und damit den Neubau eines weiteren, dringend notwendigen Schultrakts verzögerte. Nun aber gehe es „zügig voran und in wenigen Jahren werde Grassau wieder eine moderne Schule haben“.
Zum neuen Flächennutzungsplan informierte er, dass in diesem Flächen, die eine weitere Bebauung möglich machen, aufgezeigt werden und als Grundlage für die künftige Entwicklung der Gemeinde dient. Baurecht weise der Plan nicht aus, zeige aber, wo und in welchem Umfang Gewerbeflächen möglich sind. Keine Entwicklung gebe es bezüglich des Gewerbeparks, da die Investoren keinerlei Bereitschaft zur Zusammenarbeit zeigen. Auch das Streitthema Ärztehaus Grassau und Rottau wurde diskutiert. „Von dem Einzelhandelskonzept werden wir alle nicht abweichen“, so fasste Grießenböck die Meinung im Marktgemeinderat zusammen.
Sicher ist, dass die Freien Wähler wieder mit einer Liste kandidieren werden. Einen eigenen Bürgermeisterkandidaten wird die überparteiliche Vereinigung nicht stellen. „Wir werden den Fokus auf eine starke Liste lenken“, so Grießenböck. Zur Wahlwerbung erklärte er, dass durch die neue Plakatverordnung nur an den Plakatwänden plakatiert werden darf. Dies wurde bereits bei der Landratswahl von fast allen Parteien so praktiziert, lediglich die AfD plakatierte an Lichtmasten. Für Veranstaltungen darf auch mit Aufstellern hingewiesen werden. Nach kurzer Absprache, wer kandidieren würde, zeigte sich, dass die Liste schon gut gefüllt ist und nur noch wenige Plätze zu vergeben sind. Sowohl jüngere als auch ältere Kandidaten, Männer wie Frauen, Akademiker wie Handwerker werden die Grassauer Bevölkerung ablichten. In der Aufstellungsversammlung, die am Mittwoch, 1. Dezember, folgen soll, wird dann gemeinsam entschieden, wer auf welchem Listenplatz antritt. Aus den Reihen der Besucher wurde zudem informiert, dass sowohl die Bayernpartei als auch die Unabhängige Grassauer Liste wohl nicht wieder antreten werden. Ob neben den Freien Wählern, der SPD und der CSU noch weitere Listen aufgestellt werden, war nicht bekannt. tb