Inzeller Kinder lernen wieder schwimmen

von Redaktion

Grundschule setzt auf Schwimmunterricht im renovierten Hallenbad und fördert Sicherheit im Wasser

Inzell Nach einigen Jahren des Wartens hat der Schwimmunterricht an der Schule begonnen. Die Grundschule Inzell hat einen wichtigen Schritt zur Förderung der Schwimmsicherheit ihrer Kinder unternommen. Im Rahmen des Sportunterrichts nutzten die Kinder der zweiten bis vierten Klasse die Gelegenheit, ihre Schwimmfähigkeiten zu verbessern – darunter auch einige, die noch Anfänger waren und kaum schwimmen konnten.

An insgesamt fünf Donnerstagen standen die Besuche des frisch renovierten Inzeller Hallenbades auf dem Stundenplan. Diese intensiven Schwimmeinheiten ersetzten den regulären Sportunterricht und ermöglichten eine konzentrierte und praxisnahe Ausbildung vor Ort, denn der Weg zu Fuß zum Schwimmbad ist nur wenige Minuten.

Das Schulschwimmen wurde durch ein breites Bündnis engagierter Helfer unterstützt. Neben Klassen- und Fachlehrkräften standen auch Bufdis, weiteres pädagogisches Personal sowie externe Expertinnen im Einsatz. Die Aufmerksamkeit war groß, denn es sollte tunlichst nichts passieren. Im Vorfeld trafen sich alle Beteiligten, um die Organisation zu besprechen und die Kinder in Gruppen einzuteilen, sodass der Unterricht von der ersten Stunde an professionell verlief und keine Zeit verloren ging.

Eine tragende Säule dieser Aktion war die Inzeller Schwimmlehrerin Dr. Simone Mortier in Kooperation mit Sarah Rau von der „Schwimmschule Flipper“ aus Traunstein. Dank ihrer fachkundigen Anleitung lag der Fokus gezielt auf der individuellen Wassergewöhnung, der Verbesserung der Schwimmtechnik und dem wichtigen Thema der Selbstrettung. Die Finanzierung der Schwimmlehrerinnen wurde durch Fördermittel der Regierung von Oberbayern ermöglicht, sodass für die Eltern keinerlei Kosten entstanden.

Die Übungseinheiten umfassten Tief- und Streckentauchen, verschiedene Sprünge wie beispielsweise den Hechtsprung, Rückenschwimmen, Kraulen und das gezielte Ausfeilen der Brustschwimmtechnik sowie zur Auflockerung kleine Spiele mit Nudeln und Schwimmbrettern.

Besonders erfolgreich war diese intensive Schwimmaktion im Hinblick auf die abgelegten Abzeichen. Viele Kinder bestanden ihre Prüfungen – vor allem das Frühschwimmerabzeichen „Seepferdchen“ und das deutsche Schwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer). Dies unterstreicht den großen Erfolg und die deutlich gestiegene Wassersicherheit der Kinder. Von insgesamt 120 Schülern stellten viele ihr Können im Wasser eindrucksvoll unter Beweis: 43 erreichten stolz das Seepferdchen, 40 erkämpften sich das Bronze- und vier sogar das Silberabzeichen.

„Die Fähigkeit, sicher schwimmen zu können, ist lebenswichtig“, betonen die Verantwortlichen der Grundschule. „Durch diese fest im Unterricht verankerte Blockaktion konnten wir vielen Kindern die nötige Sicherheit im Wasser vermitteln und damit einen entscheidenden Beitrag zur Unfallprävention leisten“, freute sich Rektorin Elke Thurmayr. Unabhängig vom Alter gilt aber: Das Seepferdchen ist noch kein Nachweis für sicheres Schwimmen. Kinder, die bisher nur das Seepferdchen erworben haben, müssen weiterhin intensiv beim Schwimmen beaufsichtigt werden. Mit dem deutschen Schwimmabzeichen Bronze hingegen konnten die Kinder ihre sichere Schwimmfähigkeit nachweisen und vor Ort unter Beweis stellen.

Die Grundschule Inzell bedankt sich bei allen beteiligten Lehrkräften, Dr. Simone Mortier und Sarah Rau von der Schwimmschule Flipper für ihren Einsatz, der dieses wichtige Projekt möglich gemacht hat. Ein Dank gilt außerdem der Gemeinde Inzell für die kostenlose Nutzung des Hallenbads, den Bademeistern und dem gesamten Team des Badeparks unter Leitung von Manfred Plereiter für ihre tatkräftige Unterstützung bei den Schwimmstunden, den Eltern, die fleißig beim Umziehen und Föhnen geholfen haben, sowie Nicole Schran vom Förderverein der Grundschule für ihre Mithilfe bei der Beantragung der Fördergelder. wet

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