Schützen erwerben zwei neue Lichtgewehre

von Redaktion

„Gscheuerwand“-Gesellschaft blickt auf Erfolge zurück und stellt neue Investitionen vor

Unterwössen – Die Schützengesellschaft (SG) Gscheuerwand traf sich im Schützenstüberl des Alten Bades zu ihrer Jahresversammlung. Schützenmeisterin Gabi Daxenberger-Wieland führte durch einen Abend, der zeigte, wie viel der Verein bewegt. Die Rückblicke waren eindrucksvoll, die Zahlen solide, die Jugendarbeit engagiert und die Pläne für 2026 konkret.

Nach der ereignisreichen Vorsaison 2023/2024 mit Vereinspokalschießen, Drei-Vereine-Schießen und Gauschießen vermeldete Daxenberger-Wieland ein „etwas ruhigeres“ 40. Schützenjahr. Beim Königsschießen im Februar wurden Franz Steiner (Luftgewehr), Toni Fritschka (Luftpistole) und Quirin Fritschka (Jugend) Schützenkönige.

Verein zählt
aktuell 121 Mitglieder

Die Mitgliederzahl liegt aktuell bei 121, davon 15 Zweitmitglieder. Der Sportleiter war zur Sitzung verhindert; sein Bericht wird in einer verkürzten, erneuten Versammlung im Januar 2026 nachgeholt.

Jugendleiter Anton Fritschka berichtete von 45 Trainingsabenden seit September 2024. Hinzu kamen sechs Vorbereitungseinheiten für Meisterschaften. Der Jugendbereich umfasst derzeit 17 Jugendliche. Besonders hob Fritschka die Anschaffung von zwei neuen Lichtgewehren und Schießbekleidung für acht Jungschützen hervor.

Greta Strobl wurde die erstmalige Lichtgewehr-Schützenkönigin der Gscheuerwand – ist auch Gau-Lichtgewehr-Königin –, Quirin Fritschka ist erneut Jugendschützenkönig der Gscheuerwand.

Bei den oberbayerischen Meisterschaften in Hochbrück qualifizierten sich mit dem Lichtgewehr fünf Jungschützen, vier davon gingen an den Start. In der Schülerklasse III belegte Alexander Schropp, der erst wenig zuvor mit dem Schießen begonnen hatte, den 80. Platz. Bei den Dirndln Schüler III sammelten auf den Plätzen 51, 55 und 56 Elena Stampfl, Greta Strobl und Larisa Bosilj wichtige Wettkampferfahrung. Die beiden neuen Lichtgewehre, die erst drei Tage vor dem Wettbewerb eintrafen, kamen rechtzeitig zum Einsatz. Jugendleiter Anton Fritschka sprach von einem echten „Höhepunkt für die Kinder“. Zur oberbayerischen Meisterschaft mit dem Luftgewehr in Hochbrück qualifizierten sich drei Jungschützen, konnten aber aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen.

Bei den Gaujugendmeisterschaften erreichte Alexander Schrock auf Anhieb den siebten Platz. In der Mannschaftswertung der Schüler belegte das Team der SG Gscheuerwand den 24. Platz. Ein herausragender Erfolg gelang Quirin Fritschka beim Gaujugendpokal. Er qualifizierte sich mit dem zweiten Gesamtrang für das Finale beim Bayerischen Sportschützenbund in Hochbrück.

Kassier Siegfried Drexl legte einen positiven Kassenbericht für 2024 vor. „Es bleibt was übrig, das spüren wir in der Kasse“, sagte Drexl. Er freute sich, dass der Kassenbestand Investitionen wie die Anschaffung der zwei Lichtgewehre und das Schießgewand für acht Jugendliche ermöglichte. Andererseits sah er keinen Anlass für Übermut. Er unterstrich, dass die besonderen Veranstaltungen wie zuletzt das Gauschießen oder das Dorfschießen wichtige Faktoren für eine gesunde Kassenlage sind.

Für das Jahr 2026 blickte Daxenberger-Wieland auf die alljährlichen Schießen. Anfang Januar gibt es eine zweite, eine verkürzte Jahreshauptversammlung. Mit ihr möchte die SG Gscheuerwand ihren ursprünglichen Rhythmus der Jahreshauptversammlung am Jahresanfang wieder einführen, der sich in der Pandemie verschoben hatte, erläuterte Kassier Siegfried Drexl. Das hatte das Finanzamt gewünscht, um die regelmäßig anstehenden Prüfungen zur Gemeinnützigkeit zu vereinfachen. Zum Kirchweihsonntag öffnet die SG Gscheuerwand Schießstand und Schützenstüberl für Gäste.

Zweiter Bürgermeister Johannes Weber würdigte die starke Beteiligung des Vereins an gemeindlichen, kirchlichen und weltlichen Festen. „120 Mitglieder, 17 Jugendliche – das spricht für sich.“ Die Vereins- und Jugendarbeit in Unterwössen sei insgesamt gut. „Das muss auch für die Zukunft das Ziel aller sein.“

Mehr Werbung
für das Gauschießen

Andi Wimmer rief zur aktiven Werbung für das Gauschießen auf: „Ihr habt ja Erfahrung, Ihr könnt fleißig Werbung machen.“ Ehrenschützenmeister Martin Stocker regte nach mehreren Jahren eine moderate Beitragserhöhung an. Das Thema kommt auf die nächste Tagesordnung im Januar.

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