Greimharting – Ein Bilderbuchwetter war den Rosserern und Pferdefreunden beim diesjährigen Leonhardiritt in Greimharting in der Gemeinde Rimsting beschieden.
Segen durch
Pfarrer Philipp Werner
Rund 90 Pferde und ihre Halter beteiligten sich am Leonharditag beim dreimaligen Umritt um die Ortskirche von Greimharting. Sie erhielten dabei den dreimaligen Segen durch Pfarrer Philipp Werner mit Weihwasser, Monstranz und Weihrauch. Dem Leonhardiritt in Greimharting geht traditionell ein feierlicher Gottesdienst mit dem örtlichen Kirchenchor voraus. In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Philipp Werner an den heiligen Leonhard: „Er ist gerade mit seinen Attributen Gefangenschaft und Ketten ein Sinnbild in heutiger Zeit, wenn wir bedenken, dass wir uns von Egoismus, Sucht oder unguten Gewohnheiten befreien wollen.“
Die Heiligenverehrung setzte sich beim segensreichen Umritt fort, unter anderem waren bei den zuweilen vierspännig gezogenen Motivwägen der heilige Florian, der heilige Ambrosius oder der heilige Isidor zu sehen. Auch Kirchenmodelle ergänzten das Gesamtbild der Frömmigkeit. Mitglieder der Rosserergemeinschaften, unter anderem von Breitbrunn, Pietzenkirchen, Prien und Leonhardspfunzen, verdeutlichten die gemeinsame Verehrung des heiligen Leonhard und den hohen Wert der bäuerlichen Brauchtumspflege. Priener Blasmusikanten, Rimstinger und Greimhartinger Kindergartenkinder sowie Röckifrauen des Trachtenvereins „Ratzingerhöhe“ waren heuer ebenso mit dabei wie Ponys mit Kindern und Familien.
Mit dem Umritt-Ende war der Festtag für die Greimhartinger in gewohnter Tradition noch lange nicht vorbei. Aufgrund des guten Wetters wurden die Ehrengäste, Rosserer und Besucher nicht nur in der voll besetzten Gemeindehalle von Priener Blasmusikanten unterhalten, auch im Freien ließ es sich gesellig und gut aushalten. Für die passende Bewirtung sorgten die Greimhartinger Frauen mit Kaffee und Kuchen sowie die Feuerwehr und Mitglieder der Ortsvereine mit Brotzeit und Bier.
Für Rimstings Bürgermeister Andreas Fenzl, der beim Umritt zusammen mit Priens Bürgermeister Andreas Friedrich, mit Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber und mit der stellvertretenden Bürgermeisterin von Frasdorf, Gabriele Stein, auf der Ehrenkutsche von Sebastian Mayer (Fürstnerhof) Platz genommen hatte, war es das letzte Mal als Bürgermeister und Gastgeber. Sein Resümee lautete: „Der heurige Leonhardiritt bot alles, was das Herz begehrte: Glauben, Tradition, Heimatliebe und Freude am Zusammenkommen.“
Glaube, Tradition
und Heimatliebe
Ein weiterer Leonhardiritt in der Region ist am Sonntag, 9. November, ab 13 Uhr in Pietzenkirchen-Moosen.