Anwohner protestieren gegen Parkzone

von Redaktion

Priener Gemeinderäte prüfen neuen Bereich mit eingeschränktem Halteverbot Am Gries erneut

Prien – In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats kam der Nachfolgebeschluss zur geplanten Parkzone „Am Gries“ zur Sprache. Wie Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte, hatte man Ende April für diesen Bereich ein eingeschränktes Halteverbot beschlossen. Nach der Bekanntgabe gingen rund 13 Rückmeldungen aus der Anwohnerschaft ein – überwiegend ablehnend, insbesondere mit dem Hinweis auf fehlende private Stellplätze. Mehrere Anwohner äußerten, dass bisher keine Probleme bestanden hätten. Daher wollte man nun die Maßnahme nochmals prüfen.

Drei-Stunden-Regelung
mit Ausnahmen

Es gebe die Möglichkeit, eine Parkzone mit einer maximalen Parkdauer von drei Stunden einzurichten – mit einer Ausnahmegenehmigung für die Anwohner zum dauerhaften Parken. Davon würden die Bereiche „Römerfeld“ und „Am Gries“ ausgenommen, da es dort keine Parkprobleme gebe. Er schlage vor, so Friedrich, zunächst die Anwohner über diesen Vorschlag zu befragen, bevor man ihn umsetze.

Im Diskurs des Gremiums sagte Michael Anner (CSU), es sei schwierig, eine Lösung für alle zu finden. Aber mit dieser Regelung würde man das Dauerparken verhindern und den Anwohnern das Parken ermöglichen. Er finde es gut, die Anwohner zu befragen. Ulrich Steiner (Die Grünen) sagte mit Blick auf die zahlreich erschienenen Besucher, dies hätte man vielleicht schon vorher tun sollen.

Kersten Lahl (BfP) warf ein, man könne die jetzige Regelung ein, zwei Jahre testen und dann neu entscheiden. Gerhard Fischer (ÜWG) erklärte, er sei auch dafür, sich mit den Anwohnern auszutauschen. Schließlich habe man mit einer Regelung deren Situation verbessern wollen. Das Gemeindeoberhaupt stimmte dem zu, es habe eine Forderung seitens der Gries-Bewohner gegen die Dauerparker gegeben.

Gabi Schelhas (SPD) fragte, warum die Häuser keine Stellplätze hätten. Dies sei doch in der Stellplatz-Verordnung geregelt. Das Gemeindeoberhaupt erklärte, die Häuser seien teils sehr alt. Da habe es diese Verordnung noch nicht gegeben.

Entscheidung vertagt:
Anwohner werden befragt

Friedrich (ÜWG) fasste zusammen und ließ über folgende Varianten abstimmen: 1. Man setzt die beschlossene Regelung um, befristet auf ein Jahr. Dies wurde mit 22:1 Stimmen abgelehnt. 2. Man hebt die bisherige Regelung auf und beschließt die aktuell diskutierte, ohne die Bewohner zu befragen, was einstimmig abgelehnt wurde. 3. Man hebt die bisherige Regelung auf und fragt die Drei-Stunden-Regelung bei den Betroffenen ab und entscheidet anschließend über eine Lösung, was einstimmig angenommen wurde.

Artikel 1 von 11