Maibaum geht zu Boden

von Redaktion

Oberwössen schafft Platz für einen Nachfolger im kommenden Frühling

Oberwössen – Ein sichtbares Zeichen, dass es am 1. Mai etwas zu feiern gibt, gab es kürzlich im Ortsteil Oberwössen. Die Feuerwehr aus Reit im Winkl rückte an und ein Schwerlastkran sorgte für die Sicherheit, als die Helfer rund um das Oberwössner Maibaumkomitee den in die Jahre gekommenen Maibaum im Dorfzentrum vorsichtig zu Boden ließen. Er macht Platz für einen neuen im kommenden Jahr.

„Schwerlastkran und Feuerwehrdrehleiter, darüber hätten sich unsere Vorfahren sehr gewundert“, hieß es von den Organisatoren. „Die kannten – so ergab unsere Recherche im Internet – zwei Verfahren, den Maibaum umzulegen. Das eine war die umgekehrte Vorgehensweise wie beim Errichten. Mit Manneskraft und Schwalben versuchten die Helfer, die Fallgeschwindigkeit zu mindern und den Baum langsam zu Boden zu lassen. Verbunden war das oft mit einem kleinen Fest, bei dem dessen Holz als Brennholz versteigert wurde.“ Die andere Methode war etwas rigoroser. Erfahrene Holzarbeiter schnitten den Maibaum um, wie sie es mit anderen Bäumen im Forst täglich erledigten. Das gab dann einen ordentlichen Wumms, wenn der Stamm im Dorfzentrum auf dem Boden aufschlug. lfl

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