Breitbrunn – Nachdem die Gemeinde Samerberg im Frühjahr den Austritt erklärt hatte, ist nun auch Aschau mit Wirkung zum 30. September aus dem On-Demand-Verkehr (ODV) „Rosi“ ausgetreten. Was dies im Detail für den Weiterbetrieb bedeutet, könne derzeit noch nicht beurteilt werden, informierte Bürgermeister Anton Baumgartner (ÜWG) den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung.
Klare Zielsetzungen
jetzt nötig
Anfang Oktober fand eine Online-Besprechung der noch verbliebenen neun Gemeinden mit Vertretern des Landratsamtes sowie dem Betreiber Regionalverkehr Oberbayern (RVO) statt.
Aufgrund des nun deutlich reduzierten Fahrtgebietes sowie der insgesamt negativen und nicht zufriedenstellenden Entwicklung bietet die DB (RVO) an, den ODV „Rosi“ komplett neu aufzusetzen, so der Tenor der Besprechung. Hierzu sei es notwendig, dass von den Gemeinden klare Zielsetzungen definiert werden. Auch müsse über eine Änderung der Betriebszeiten nachgedacht und entschieden werden. Mit dem Ausstieg der Aschauer entfällt auch die Haltestelle „Eiskeller“, was beispielsweise den ausgedehnten Nachtbetrieb am Wochenende durchaus entbehrlich macht. Ebenso stellt sich die Frage, ob das in diesem Betriebsjahr neu eingeführte „Zonensystem“ künftig noch sinnvoll ist.
Im Praxisbetrieb hätten sich hierbei einige Probleme ergeben, erläuterte der Rathauschef. So ist es beispielsweise weiterhin nicht möglich, dass Fahrten über die Zone „Prien“ hinaus in einem Buchungsvorgang bestellt werden können. „Dies wäre allerdings die Voraussetzung für den Beschluss der Breitbrunner zur Übernahme des Defizits im Betriebsjahr 2025/26 gewesen.“ Vielerlei Themen wären in dem Zusammenhang zu klären, unter anderem kein Schienen-Ersatzverkehr zum ÖPNV, sondern maximal Zubringer, endlich Stornokosten in Rechnung stellen sowie ein Pooling ermöglichen (einer bestellt, aber mehrere warten vor Ort).
Definierte
Übergabepunkte
Zudem können in der Zone Prien seither nur mehr die definierten Übergabepunkte angefahren werden, auch wenn eine Weiterfahrt nicht geplant ist, „was allerdings vorab so nicht kommuniziert wurde“, so ein weiterer Punkt.
Detaillierte Auswertungen, wie sich das „Zonensystem“ sowohl finanziell als auch auf das Buchungsverhalten ausgewirkt hat, gibt es aktuell noch nicht. Zur geplanten Neuausrichtung von „Rosi“ fand Anfang November ein Besprechungstermin im Priener Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) statt. Das Plenum nahm den erläuterten Sachverhalt ohne Einwände zur Kenntnis.