Gstadt – Intensiv rang der Gemeinderat Gstadt in seiner jüngsten Sitzung um Entscheidungen über die Bauweise und verschiedene Materialien für das zu erweiternde Feuerwehrhaus in Gollenshausen.
Drei Varianten
im Angebot
Nachdem sich das Gremium schon früher auf Grundzüge geeinigt hatte, wurde das Gebäude nun entsprechend der früheren Beschlüsse um einen halben Meter auf 13,99 Meter verlängert. David Egger vom „Planungsbüro BEGS GmbH“ aus Traunstein erläuterte, dass man damit 40 Spinde unterbringen und überhaupt den Raum besser einteilen könne.
Anschließend stellte Egger die drei möglichen Bauweisen Massivbau, Holzmassivbau oder Holzständerbau vor. Am kostengünstigsten käme der Holzständerbau, dieser sei um rund 10000 bis 15000 Euro billiger als die beiden anderen, preislich vergleichbaren Varianten. Als Dacheindeckung empfahl der Ingenieur entweder ein Ziegel- oder Blechdach in Anlehnung an die vorhandenen Dächer des Gemeindehauses. Die Außenwände des Gebäudes könnten entweder verputzt oder mit einer Holzverschalung versehen werden. Das Landratsamt habe sich für letztere Variante ausgesprochen, denn dadurch sei es als Nebengebäude erkennbar, so Egger. Auch auf die Bodenplatte im Inneren des Gebäudes kam Egger zu sprechen. Möglich seien hier Rüttelklinker („schwierig, weil es hier nur eine kleine Fläche ist“) oder geschliffener Beton.
Die Wortmeldungen aus den Reihen des Gemeinderates ließen nicht lange auf sich warten. Dominikus Schneider (FWG) sprach sich für einen Außenverputz, wie beim Gemeindehaus aus: „Das muss zum Ensemble dazu passen.“ Christian Summerer (Bürgerliste) hakte nach, ob bei allen Varianten die Wetterseite und der Bodenabrieb berücksichtigt worden seien, und Hans Obinger (FWG) wollte wissen, ob sich eine Dachneigung von 16 Grad für eine Ziegeleindeckung eigne. Weitere Nachfragen betrafen die Bodenheizung und die Dämmung.
Georg Anderl (Bürgerliste) erklärte, dass er den Standort für den falschen halte. Er finde ein Systemgebäude nach wie vor „die bezahlbare und bessere Variante. Alle anderen Feuerwehren im Landkreis bauen was G’scheids.“ Bürgermeister Bernhard Hainz (FWG) entgegnete, dass es in der Sitzung um andere Themen ginge und dass man einen Beschluss fassen wolle. „Wir müssen zum Ziel kommen.“
Nachdem alle sonstigen Fragen geklärt waren, ließ Hainz über die Bauweise abstimmen. Mit drei Gegenstimmen sprach sich der Gemeinderat schließlich für die Variante Holzmassivbauweise aus.
Die Außenwände sollten grundsätzlich verputzt werden mit einem noch zu bestimmenden Anteil einer Holzverschalung. Der Fußboden soll als geschliffene und beschichtete Betonfläche mit Bodenheizung ausgeführt werden.
Dichtigkeit
wird geprüft
Weniger Widerspruch gab es bei der Dacheindeckung. Hier gab der Rat bei nur einer Gegenstimme der Variante Ziegeldach grünes Licht. Allerdings unter der Voraussetzung, dass vorab geprüft und bestätigt werde, ob aufgrund der geringen Dachneigung eine Dichtigkeit gewährleistet ist. Andernfalls ist ein Blechdach in vergleichbarer Art wie auf dem Anbau des Gemeindehauses auszuführen.