Michael Entfellner ist König von Unterwössen

von Redaktion

Dorfschießen mit Rekordmarke von 261 Teilnehmern – Auch viele Kinder und Jugendliche legen an

Unterwössen – Drei Schützen, drei Entfellners: Beim Wettbewerb um den Oberwössner Dorfschützenkönig holte der Jugendliche Michael Entfellner von der Feuerwehr den Titel. Auf Platz zwei landete Martina Entfellner aus der Frauengemeinschaft. Birgit Entfellner vom Trachtenverein erreichte den dritten Rang. Es war einer der Wettbewerbe im viertägigen Dorfschießen, das die Oberwössner Schützengesellschaft (SG) Hochband gegen Ende Oktober auf ihrem Schießstand ausrichtete.

Die Siegerehrung der Wettbewerbe und die Proklamation des Dorfkönigs fanden im Oberwössner Alten Schulhaus statt. Der Saal war voll. Der Schützenmeister der SG Hochwand, Andreas Voit, war begeistert über die 261 Schützen. Die Zahl lag rund 100 Teilnehmer höher als im Vorjahr.

Der Wettbewerb verlief sportlich eng. In der Ringwertung lagen die Damen an der Spitze und sehr dicht beieinander. Auch bei den Herren war die Entscheidung eng. Auffällige Ausreißer gab es nicht. Die besten 20 Damen und Herren trennten meist nur ein Ring. Bei der Jugend erzielte Magdalena Entfellner den höchsten Einzelwert des gesamten Wettbewerbs.

In der allgemeinen Jugendwertung gewann Maximilian Bargander. Es folgten Cäcilia Klössinger und Felix Loider. Diese Werte lagen im Mittelfeld der Erwachsenenklasse. Bei den Lichtgewehrschützen bis zwölf Jahre siegte Hannes Loider vom Trachtenverein Team Rechlberg. Auch in der Blattlwertung war das Feld an der Spitze eng. Helmut Sappl vom Kirchenchor erreichte den ersten Platz. Dahinter lagen Sebastian Meinecke und Veit Hammerl.

Neben den Einzelwertungen wurden auch Mannschaftsergebnisse ermittelt. Die höchste Ringzahl erreichte das Team Erholungswerk, gleichauf mit der Werkstatt eins. Es folgten der Trachtenverein Team Jugendleiter, Openair Team eins und Feuerwehr fünf.

Die Meistpreise – 30, 20 und zehn Liter Bier – gingen an den Trachtenverein mit 48 Teilnehmern, die Feuerwehr mit 27 und die Werkstatt mit 17. Teilnehmen durften alle Oberwössner Vereine, Gruppen, Betriebe, Hausgemeinschaften und Stammtische, außerdem Einzelschützen mit Wohnsitz in Oberwössen. Eine Mannschaft bestand aus fünf Personen. Es war erlaubt, für mehrere Gruppen zu schießen.

Die Auswertung folgte klaren Regeln. Bei gleicher Ringzahl entschied das beste Einzelergebnis. In der Blattlwertung gab bei Gleichstand das zweitbeste Ergebnis eines Schützen den Ausschlag.

Voit sagte, man habe die Hochwand Schützenjugend aus der allgemeinen Jugendwertung genommen, „um nicht die unerfahrenen Schützen zu benachteiligen“.

Die Anzahl der Sachpreise hatte der Verein vor dem Hintergrund der außerordentlich guten Beteiligung um mehr als das Doppelte aufgestockt. Sie waren so fantasievoll wie wertvoll.

Voit begrüßte die Anwesenden und dankte der Gemeinde „für das Entgegenkommen, dass wir Schießstand und Schulhaus nutzen dürfen“.

Er lobte besonders die Teilnahme der Kinder und Jugendlichen. „Große Freude hatte ich auch am Wettbewerb der Kinder und Jugendlichen“, sagte Voit. Seinen Dank richtete er an den Trachtenverein D‘ Rechlberger, der mit seiner „gesammelten Jugendabteilung“ gekommen war.

Im Rückblick sah Andreas Voit, wie sich die Schützen im Wettbewerb zu den Stoßzeiten drängten. Doch das Warten brachte auch ein Miteinander, Zeit für einen Ratsch und einen Gedankenaustausch. All das mache das Dorfschießen zu einem Jahreshöhepunkt.lfl

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