Traunstein/Kammer – Obwohl die Sportler der DJK Kammer ihr 50-jähriges Bestehen im Sommer dieses Jahres mit einer ganzen Festwoche gefeiert haben, wollten sie es sich nicht nehmen lassen, das exakte Gründungsdatum im November mit einem eigenen Festabend zu begehen. Dabei war der Saal im Gasthaus zur Post bis auf den letzten Platz gefüllt, darunter zwei Tische voller „Frauen und Männer der ersten Stunde“, die als Dank für ihre jahrzehntelange Treue eigens eine neu geschaffene Ehrung in Empfang nehmen durften.
Totengedenken
an der Pfarrkirche
Im Vorfeld zum Festabend versammelten sich die Mitglieder der DJK sowie die Ehrengäste, allen voran Traunsteins Oberbürgermeister und Schirmherr Dr. Christian Hümmer, zahlreiche Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen, die Mitglieder des Patenvereins DJK Otting und die Musiker von „Boarisch Blech“, um gemeinsam zur Pfarrkirche zu marschieren. Dort angekommen, wurden sie von der Gemeindereferentin Monika Angerer empfangen, die mit einer Andacht durch das Totengedenken führte. Als Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen wurde durch den Vorsitzenden Herbert Baumgartner eine Blumenschale niedergelegt.
29 der 31 noch lebenden Ehrenmitglieder waren anwesend. Beim anschließenden Festabend führte Alois Rieß durch das Programm und die Musiker von „Boarisch Blech“ sorgten für die passenden musikalischen Klänge. Den Höhepunkt des Abends bildete zweifelsohne die Ehrung der Gründungsmitglieder. „Es freut mich von Herzen, dass 29 der 31 noch lebenden Gründungsmitglieder heute gekommen sind“, betonte der DJK-Vorsitzende und gab gleichzeitig bekannt, dass zukünftig alle Mitglieder, die 50 Jahre im Verein sind, die goldene Ehrennadel der DJK erhalten werden.
Unter den Geehrten befinden sich viele Männer und Frauen, die sich in all den Jahren nicht nur für den Sportverein, sondern für den Ort, die Stadt und die Gesellschaft verdient gemacht haben. Dennoch sticht gerade bei der DJK Kammer das Ehrenmitglied Hans Baumgartner, der Vater des derzeitigen Vorstands, hervor. In all den Jahren hat er sich in vielen Bereichen um die Entwicklung des Vereins verdient gemacht und sich mit Herz und Leidenschaft für das Wohl der DJK eingesetzt.
Weiter haben die Ehrung Hannelore und Johannes Gaugler, Johann Jobst, Evi Wimmer, Heinrich Jobst, Gerhard Poller, Johann Wimmer, Vinzenz Jobst, Franz und Christa Fuchs, Albert Drechsler, Johann Niederbuchner, Alois, Josef und Nikolaus Sollacher, Paul und Josef Wolkersdorfer, Johann Leitner, Engelbert Ober, Herbert Wimmer, Christian und Herbert Baumgartner, Johann Sailer, Hans-Willhelm Huber, Hans und Helga Gruber, Ulrich Wieser, Helga Wimmer, Johann Wieshuber und Irmgard Helmberger erhalten.
Eine besondere Ehrung hat außerdem Herbert Baumgartner aus den Händen des Vizepräsidenten des DJK Diözesanverbandes, Gerald Berger, erhalten. Er wurde mit dem „DJK Ehrenzeichen in Silber“ für sein Engagement an der Vereinsspitze gewürdigt. Zu den ersten Gratulanten zählte der Ehrenvorsitzende Reinhard Lampoltshammer, der seinen Nachfolger mit „du führst den Verein im Sinne der DJK Gemeinschaft mit Sachverstand und Herzblut und du hast dir diese Ehrung wirklich verdient“ würdigte.
Bei der kurzen Ansprache des Traunsteiner Stadtoberhauptes und Schirmherrn der Feierlichkeiten würdigte Christian Hümmer die DJK Kammer und ihre Mitglieder als „Vorbilder für die gesamte Dorfgesellschaft“ und fügte augenzwinkernd hinzu, „und für die gesamte Stadt Traunstein sowieso“. Darüber hinaus brachte er seine Freude zum Ausdruck, „dass sich die neue Turnhalle so großer Beliebtheit erfreut und jeden Tag die unterschiedlichsten sportlichen Angebote abgehalten werden“. Für zahlreiche Lacher sorgten zwischendurch Irmi Gartner, Betina Hackl und Margit Lackerschmid mit ihren Badeanzügen und der „rosaroten Schwimmente“. In ihrer lustigen Darbietung „frotzelten“ sie sehr humorvoll über die ein oder andere Panne beim Turnhallenbau. „Manch einer im Dorf meinte, dass wir ein Hallenbad anstelle einer Turnhalle bauen“, schmunzelte Margit Lackerschmid und ergänzte ihre Ausführungen mit „der umgefallene Baukran war dann nicht nur in Kammer und Rettenbach, sondern deutschlandweit in aller Munde“.
Herbert Baumgartner blickte unterdessen auf fünf Jahrzehnte Sportgeschichte zurück und dankte allen, die in all den Jahren etwas für den Verein geleistet haben. Dabei ging er auf verschiedene Meilensteine wie den Sportheimbau 1976, die Entwicklung der Abteilungen Tischtennis, Tennis, Fußball, Gymnastik, Stockschießen und Ski alpin, die verschiedenen Erweiterungen der Sportanlagen bis hin zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im Jahr 2000 ein.
Erstmals mehr
als 700 Mitglieder
Sichtlich stolz betonte Herbert Baumgartner, „dass wir in unserem Jubiläumsjahr 2025 mit insgesamt 706 Mitgliedern die 700er-Marke erstmals in der Geschichte der DJK Kammer übersprungen haben“. Seine Ansprache nutzte er auch dazu, um allen, die am Gelingen der Festwoche einen Beitrag geleistet haben, zu danken. „Wir hatten sogar manchmal das Luxusproblem, dass zu viele Helfer da waren“, schmunzelte er und dankte insbesondere den Ortsvereinen, „die einen wesentlichen Teil zum Gelingen der Festwoche beigetragen haben“. In geselliger Runde, zur Blasmusik von Boarisch Blech unter der Leitung von Engelbert Ober, fand der Festabend in den späten Abendstunden seinen Ausklang.