Prien – Ende der vergangenen Woche war‘s, dass eine aufmerksame Person feststellte, dass in der Bernauer Straße, vor dem Rathaus, Wasser aus der Straße kommt. Und das nicht zu knapp. Der Wasserrohrbruch war schnell diagnostiziert.
Betonfundament
taucht plötzlich auf
„Es ist eine sehr, sehr alte Leitung. Der Verschleiß ist entsprechend“, erklärt Donat Steindlmüller. Nicht nur die Leitung der Gemeinde war betroffen, auch ein Hausanschluss war durch, erklärt der Geschäftsleiter der Marktverwaltung. Und schon war die Bernauer Straße gesperrt, die Umleitung über den Kreisverkehr an der Seestraße und die Hochriesstraße eingerichtet. „Wir haben extra zwei andere Baustellen (weiter im Süden des Gemeindegebietes, Anm. d. Red.) unterbrochen, um den Umleitungsverkehr möglichst problemlos zu ermöglichen“, sagt Steindlmüller. Den redaktionellen Einwurf, dass dadurch auch der Schleichweg für Ortskundige offen ist, quittiert Steindlmüller mit einem durchs Telefon hörbaren Schmunzeln.
Die Mannschaft des Wasserwerks übernahm. Zwei eigene Männer und drei von einer externen Firma buddelten sich in den Priener Untergrund. Um da ein paar unangenehme Überraschungen zu erleben. Da tauchte ein großes Betonfundament auf. Herkunft unbekannt. Vermutung im Rathaus: Da muss wohl vor langer Zeit mal eine Art Wintergarten des benachbarten Geschäftshauses gestanden haben. Immer wieder sorgen andere Sparten – Strom-, Telekommunikations- oder Gasleitungen – die nicht liegen, wo sie liegen sollten – für Mehraufwand. So auch hier. „Es ist kompliziert“, bestätigt Steindlmüller.
Nächste Vollsperrung
um die Ecke
Die Männer auf der Baustelle sind im donnerstäglichen Sonnenschein guten Mutes, verkünden vergnügt, sie hätten‘s bald. Die 5000-Euro-Baustelle sei fast fertig. Was Steindlmüller bestätigt: Gestern Nachmittag sollte asphaltiert werden, ab Freitag kann im Priener Ortszentrum der Verkehr rollen, wie gewohnt. Dafür ist ein paar hundert Meter weiter die nächste Vollsperrung angesagt, an der Baustelle des Radwegs von Prien nach Rimsting. Auch da sind es die verschiedenen Sparten, die in unerwarteter Zahl oder Tiefe liegen. Da reicht laut Steindlmüller die einseitige Straßensperrung mit Ampel nicht mehr. Der Verkehr aus dem Norden muss über das Greimhartinger Gewerbegebiet und St. Salvator zum Brucker Kreisel umgeleitet werden.