Prien – Mitgliederehrungen und Pflanzen, die Hitze- und Trockenheitsperioden trotzen, standen bei der Herbstversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Prien und Umgebung im Trachtenheim auf dem Programm. In seinem Rückblick dankte Vorsitzender Christian Steinbichler für die Unterstützung durch die Gemeinden Rimsting und Prien sowie für das große Engagement seiner Vorstandschafts-Damen. „Vom Obstbaumschnittkurs bis hin zur Ortsteilbegehung mit Gartenfest bei der Priener Familie Hefter, Kräuterführungen oder dem Rimstinger Herbstmarkt – wir konnten bei allen Veranstaltungen zahlreiche teilnehmende Mitglieder und natürlich auch Nicht-Mitglieder begrüßen“, so Steinbichler. Er hoffe auch zukünftig auf tatkräftige Unterstützung, appellierte er an die rund 80 erschienenen Mitglieder.
Rimstings Zweiter Bürgermeister Thomas Schuster und Priens Zweiter Bürgermeister Michael Anner vertraten in der Versammlung ihre Kommunen. Schuster bedankte sich „für das Engagement des lebendigen Vereins“.
Vorsitzender Steinbichler ehrte gemeinsam mit seiner Vertreterin Christa Angerer und Schatzmeisterin Notburga Wlach die Jubilare des Gartenbauvereins. Mit der goldenen Ehrennadel im Kranz für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Annemarie Mayer und Elisabeth Möderl ausgezeichnet. Die goldene Ehrennadel für 40 Jahre erhielten Hermann Christ, Irmengard Fischer, Maria Frommwieser, Franz Hofmann und Irmgard Riepertinger. Für 25 Jahre Treue empfingen Marianne Fischer und Johann Pichler die silberne Ehrennadel. „Heute dürfen wir noch besondere Mitglieder ehren, nämlich die Marktgemeinde Prien sowie den Kur- und Tourismusverband“, so Steinbichler. Michael Anner und Sonja Drexler nahmen in Vertretung die Urkunden und Geschenke entgegen. „Ihr könnt wahrscheinlich mit Blumen nichts anfangen“, begründete der Vorsitzende die Schecks für 50 beziehungsweise für 40 Jahre Mitgliedschaft. „Nutzt die Spende für eine Bepflanzung zur allgemeinen Ortsverschönerung“, bat er.
„Einen schönen Garten wollen wir alle, aber die seit den 80er-Jahren spürbare Klimaveränderung ist eine wachsende Herausforderung für Pflanzen“, leitete Daniel Richter seinen Vortrag ein. Der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege empfahl angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden, besonders auf die Standortbedingungen und geeignete Pflanzenauswahl zu achten. „Bauernhortensien und Fächerahorn sind zwar wunderschön, aber sie brauchen einen leicht sauren, feuchten Boden, der in unseren oberbayerischen Gärten eher nicht vorhanden ist.“ Der Kreisfachberater appellierte zudem, möglichst auf versiegelte Flächen zu verzichten und offene, unbewachsene Stellen im Garten zu vermeiden. „Bei hohen Temperaturen strahlen Versiegelungen die Hitze zurück. Offene Böden trocknen aus. Bei starkem Regen kann das Wasser schlecht abfließen und schwemmt wertvollen Humus weg.“
Steinbichler bedankte sich beim Kreisfachberater für den fachkompetenten Vortrag. Der Vorsitzende verabschiedete sich abschließend „in die Winterruhe“. Er hoffe auf ein Wiedersehen bei der Frühjahrsversammlung am 11. März sowie bei zahlreichen, interessanten Veranstaltungen des Vereins im kommenden Jahr. Diese werden wie gewohnt ab Februar im Jahresprogramm 2026 und unter www.gartenbauverein-prien.de zu finden sein.