Bernau – Heuer kehren bei den „Chiemseenixen“ gleich mehrere neue Besen. Im Frühjahr wurde eine nahezu komplett neue Vorstandschaft gewählt. Jetzt, zum Beginn der „närrischen Zeit“, streben zwei neue Prinzenpaare Bernaus Regentschaft an, und zum allerersten Mal seit Gründung der Faschingsgilde findet der Rathaussturm nicht mehr am traditionellen „Faschingsneujahrstag“ statt, sondern wird stattdessen eine Spätnachmittags-Soirée. Und diese findet wiederum nicht vor der Rathaustür statt, sondern im Saal der „Kampenwand“, der aus allen Nähten platzt. Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber jedoch ist gewappnet und hat vorsichtshalber den Rathausschlüssel mitgebracht, um ihn ständig im Auge zu haben. Wie das wohl ausgehen wird?
Geheimnisvolles
Raunen
Geheimnisvolles Raunen geht durch den Saal und die Gänge. Was ist denn sonst noch alles neu? Zunächst: Es gibt (wieder) eine vierte Garde. 17 Bambinas haben den Sommer über eifrig geübt und absolvieren heute ihren ersten öffentlichen Auftritt mit Bravour. 21 Mädchen der Kinder- und 16 Mädchen in der Jugendgarde (ab 13 Jahren) zeigen eindrucksvoll, wo es heuer tänzerisch langgeht.
Ganz neu ge- und erfunden hat sich die „große“ Garde mit neun Tänzerinnen und zwei Tänzern, die eine kurze Sequenz aus dem Marsch tanzt. Aber keine Angst – das sind alles „nur kleine Snippets“, die Lust auf mehr machen sollen. Die „großen“ Choreografien gibt es natürlich erst beim Inthro-Ball. Hofmarschall Michi Fuchsreiter und Co-Moderatorin Alexandra Osterfeld sorgen mit launigen Ansagen für beste Stimmung.
Auch die Vorstellung aller Gardetänzerinnen, der Elferräte, des Vorstandes und der Trainerinnen läuft prima und macht Lust auf die kommende Saison. Und es werden noch andere „Geheimnisse“ gelüftet: Die neunjährige Antonia Riedel, die auch in der Kindergarde tanzt, ist heuer zugleich auch das Funkenmariechen. Und endlich verrät der Einspieler auf der Leinwand auch das Reiseziel für die Session 2025/2026. Und nein, auch wenn Frau Osterfeld von Schnitzeln träumt und das vielleicht auf der Landkarte so aussieht – es ist keines.
Die Reise geht nach Südamerika – einem wunderbaren, riesigen Kontinent, der allen Nixen-Riegen ein unglaubliches Potenzial zur künstlerischen Entfaltung bietet. Vielleicht auch mit Samba und Tango.
Bis hierher hat Irene Biebl-Daiber noch tapfer ihren mächtigen Rathausschlüssel verteidigt. Aber wie jedes Jahr – die närrischen Mächte sind stärker und streben nach Macht über die heimischen Geschicke. Da heuer alle Hoheiten aus Bernau stammen, begibt sich die Rathauschefin ins Unvermeidliche mit den besten Wünschen für einen fröhlichen und unfallfreien Fasching und legt noch nach: „Wie ihr wisst, gibt es im Rathaus eine Menge zu tun, also packt’s an und macht das Beste draus.“ Damit ihnen die Aufgabe aber nicht über den Kopf wächst, gibt es Blumen und ein reich gefülltes Proviant-Packerl. Die Regentschaft übernimmt in dieser Saison Ihre Hoheit Prinzessin Daniela I., Herrscherin der wilden Pisten und Patronin der Senioren.
Die 29-jährige Pflegefachkraft arbeitet seit zwei Jahren als Pflegedienstleitung. Ihr treu zur Seite steht Prinz Tobias I., Herrscher der schweren Lasten und Beschützer des Mädchenfußballs. Tobias Hollnaicher ist 31 Jahre alt und arbeitet seit vielen Jahren bei Umzüge Mayer in Prien. Die beiden sind auch privat ein Paar und trainieren gemeinsam die Bernauer Mädchenfußballmannschaft.
Während Daniela die Mädels zudem als Athletiktrainerin unterstützt, kümmert sich Tobias als Jugendleiter auch um Belange abseits des Spielfelds. Beide lieben die Natur und fühlen sich in den Bergen zu Hause, sowohl im Sommer als auch im Winter zum Skifahren und Snowboarden. Auch die Jugend stellt wieder ein Regentenpaar: Prinz Sebastian II., Herrscher des Chiemsees, der mit Gerechtigkeit und Fürsorge regiert, ist 16 Jahre alt und besucht im Moment die zehnte Klasse des Gymnasiums im Landschulheim Marquartstein. Sebastian Garske liebt die Geselligkeit und Musik, Skifahren und Segeln und ist deshalb auch bei der Wasserwacht aktiv.
Er spielt Fußball und engagiert sich zudem als Schiedsrichter. Der frischgebackene Prinz ist zwar schon ein Weilchen Mitglied bei den „Nixen“, als „offizieller Tänzer“ geht er aber erst in dieser Saison in die Sichtbarkeit. Prinzessin Isabell I., Perle des Chiemsees, die mit Tanz und Eleganz verzaubert, ist die 15-jährige Isabell Wenglewski, mit der er auch im realen Leben liiert ist.
Kennen sich aus
Kindergartenzeiten
Sie geht mit ihm zur Schule und teilt mit ihm einige Hobbys, unter anderem das Tanzen, Skifahren und die Liebe zur Musik. Auch mag sie Schwimmen und Inlineskaten, schätzt aber auch den Genuss eines guten Buches. Die beiden kennen sich schon seit dem Kindergarten, brauchten aber den Tanzkurs in der neunten Klasse, damit es richtig gefunkt hat. Obwohl Isabell das Tanzen immer geliebt hat, betritt auch sie aufgrund ihrer zahlreichen Hobbys erst heuer das Nixenparkett. Krönungsball ist am Freitag, 9. Januar. Der Kinderfasching tags darauf am Samstag, 10. Januar, und die Neuauflage des „Gardetanz-Festivals“ ist am Samstag 31. Januar. Alle Veranstaltungen finden in der Mehrzweckhalle statt.