Breitbrunn – Wie unschwer festzustellen sei, erklärte Bürgermeister Anton Baumgartner, habe sich das Gewässer in jüngster Zeit etwas verändert. Bei dem Bewuchs, den man auf der Wasseroberfläche treiben sieht, handelt es sich nach Aussage von Spezialisten allerdings kaum um Algen, sondern vermehrt um Laichkraut. „Das ist eine Gattung immergrüner Wasserpflanzen, welche für die Wasserqualität durchaus wichtig sind, weil sie Sauerstoff produzieren und Nährstoffe binden. Gleichzeitig dienen sie auch als wichtiger Lebensraum sowie Laichplatz für Wasserlebewesen, sind also der Ökologie durchaus förderlich“, so die Definition. Nachdem der örtliche „Moosgraben“ in den vergangenen Jahren monatelang kaum Wasser führte und somit für Eintragungen kaum relevant ist, kann das Laichkraut durchaus über beispielsweise Entenvögel, Blütenanflug oder Ähnliches erfolgt sein.
Da die Gewächse im Laufe der Zeit ihre Blätter verlieren beziehungsweise absterben, bildet sich daraus eine zusätzliche Schlammschicht am Boden des Weihers. „Eine sporadische Entfernung der Pflanzen wäre somit durchaus sinnvoll“, so der Tenor im Gremium.
Für die künftige Pflege des Weihers bieten sich zwei verschiedene Möglichkeiten an. Zum einen könne man den Bewuchs abmähen, wobei aber Reste des Stiels sowie die Wurzeln im Boden verbleiben. Diese Prozedur müsste in kürzeren Abständen erfolgen. Problematisch könnte es allerdings sein, das dafür notwendige Mähboot jetzt kurzfristig zu organisieren. Alternativ dazu bestünde die Möglichkeit des Ausbaggerns, was eine länger anhaltende Wirkung mit sich bringen würde.
Der Landschaftspflegeverband unterstützt und berät Kommunen bei der Pflege und Entwicklung ihrer Flächen, hat aber aktuell zur Bearbeitung keine Ressourcen frei. Da der Bewuchs zwar kein schönes Bild macht, für die Wasserqualität aber eher förderlich ist, beschloss das Gremium nach kurzer Beratung einhellig, bis zum Frühjahr zu warten, um dann den Dorfweiher optional erst einmal ausmähen zu lassen. Weitere Schritte könnten immer noch folgen.wak