Seeräuberspiel begeistert Tausende

von Redaktion

Unterwössner Verein zieht begeistert Bilanz und richtet Blick bereits auf 2030

Unterwössen – Das Seeräuberspiel 2025 war ein Fest der Superlative: Mehr als 600 Mitwirkende, mehrere Tausend Zuschauer und trockenes Märzwetter machten das Traditionsspiel heuer zum Höhepunkt im Kalender der Gemeinde Unterwössen. Jetzt traf sich der Verein „Traditionelles Seeräuberspiel Wössen“ zur Jahresversammlung im Schulhaus Oberwössen. Der Rückblick fiel stolz aus. Die ersten Weichen für 2030 sind gestellt.

Bei Neuwahlen
Vorstand bestätigt

Bei den Neuwahlen bestätigte die Versammlung die bisherige Vereinsführung einstimmig. Michael Frank bleibt Vorsitzender, Stephanie Dewitz seine Stellvertreterin. Auch Schriftführer Michael Schatzl und Pressewart Thomas Döllerer bestätigte die Versammlung im Amt. In der Vereinskasse wechselten die Positionen: Lena Döllerer ist nun Erste Kassiererin, Susanne Ettenberger Zweite. Die Mitglieder wählten erneut die Beisitzer Hans Kurfer, Matthias Meier und Martin Schlaipfer. Lisa Schweigl kandidierte nicht mehr. Für sie rückt Tom Schwaiger neu in den Ausschuss. Rudi Ager und Peter Aberger bleiben Kassenprüfer. Die Wahlen unter Leitung von Bürgermeister Ludwig Entfellner, unterstützt von Michael Schatzl und Gemeinderat Barthl Irlinger, verliefen gut vorbereitet und zügig. Im Rückblick auf das Vereinsjahr 2024 erinnerte Vorsitzender Frank an die vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die hinter dem Seeräuberspiel stehen. Schon im Februar starteten die Planungen mit Ausschusssitzungen. Im Sommer folgten die Gewandausgabe, Reparaturen und intensive Proben. Vom Umfang her sei die Koordination mit Feuerwehr, Polizei, BRK und Gemeinde herausfordernd gewesen, die Zusammenarbeit aber sehr gut. Im Herbst übten Seeräuber und Chinesen regelmäßig ihre Tänze, viele Neuzugänge mussten eingearbeitet werden. Selten noch passte das Gewand des Seeräuberspiels 2020. Das diesjährige Seeräuberspiel Anfang März war trotz Kälte gut besucht. Im Nachhinein fuchste aber ein Punkt. In der derzeitigen Konstellation hätten die Zuschauer keinen zufriedenstellenden Blick auf die Tänzer im Musikpavillon gehabt. Die Vorstandschaft diskutiere bereits alternative Lösungen. Die erste Idee, das Geschehen im Musikpavillon auf einer Großleinwand darzustellen, sei bereits an der Kostenfrage gescheitert. Da werde es aber sicher Verbesserungen geben, ist sich Michael Frank sicher.

Kassierin Susanne Ettenberger berichtet einen erwarteten Verlust im Jahr 2024 von rund 4000 Euro, weil damals erste Rechnungen für das Seeräuberspiel 2025 anstanden. „Das ist dann gut umgegangen“, sieht Ettenberger: „Ein erster Grundstock für das Seeräuberspiel 2030 ist gelegt.“

Michael Frank erinnerte daran, dass die 204 Mitglieder einen Jahresbeitrag von zehn Euro zahlten. Der Beitrag bleibe stabil und ermögliche es, spontan auf Angebote zu reagieren, wie zuletzt beim Kauf eines historischen Leiterwagens für den Vereinsfundus.

Ein erster Termin steht auch schon fest: Am 12. Juli 2026 beteiligt sich der Verein mit Seeräuberschiff, Seeräubern, Chinesen und Vorstand am Festumzug zum 200-jährigen Jubiläum der Musikkapelle Reit im Winkl. Zuvor setzt der Vorstand eine Marschprobe an. Langfristig sei der Verein gut aufgestellt, organisatorisch wie finanziell.

Bürgermeister Ludwig Entfellner überbrachte das Grußwort der Gemeinde. Er lobte das Seeräuberspiel als Höhepunkt im Dorfjahr: „Ihr und das Seeräuberspiel seid eine absolute Bereicherung für unser Dorf.“ Das Fest habe sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt, vom internen Wirtshausabend zu einem großen Volksfest.

Vom Wirtshausabend
zum Volksfest

Entfellner betonte, dass für die Beteiligten die Vorbereitung keine Last sei: „Der Spaß und die Gaudi in der Vorbereitung, das ist Bestandteil des eigentlichen Seeräuberspiels.“ Für sich persönlich zog er ein klares Fazit: „Ich freue mich auf das nächste Seeräuberspiel. Dass das erst in fünf Jahren stattfindet, das finde ich richtig. Das passt genau.“

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