„Kunst, Kultur und gute Laune“

von Redaktion

Nach mehrmonatiger Pause ist das Herzensprojekt „Tapete wechseln!“ in Prien wieder voller Tatendrang. Initiator Rudolf von Bennigsen plant unter dem Motto „Kunst, Kultur und gute Laune“ den Neustart und will damit vor allem Menschen zusammenbringen – von Jung bis Alt. Los geht es bereits am heutigen Freitag mit dem „King of Romance“ in der Ramon-Passage. Doch das Ziel ist weitreichender.

Prien – Die Ramon-Passage, gefüllt mit vielen Menschen, romantischer Musik in den Ohren und guter Stimmung mitten im Zentrum Priens: So stellt sich Rudolf von Bennigsen das erste große, offizielle Ereignis nach einer unfallbedingten Pause seines Herzensprojekts „Tapete wechseln!“ vor. Alles unter dem Motto „Kunst, Kultur und gute Laune“. Menschen sollen zusammenkommen, ganz unabhängig von Herkunft und Alter.

Neustart nach
monatelanger Pause

Das „Hauptquartier“ des Vereins ist in der Bernauer Straße 14. „Tapete wechseln!“ musste einige Monate pausieren, Bennigsen und seine Mitstreiter sind nun wieder voller Tatendrang. Die ersten größeren Events stehen kurz bevor. Am heutigen Freitag geht es los.

In Kooperation mit dem Restaurant Chiemsee-Kitchen wird der „King of Romance“ die Ramon-Passage beleben. Ab 15 Uhr singt Baritonstimme Jan Menzer. Zuhören und dabei entspannt ins Wochenende starten, vielleicht auch den Einzelhandel etwas ankurbeln, so die Gedanken Bennigsens. „Die vitalisierte – oder besser gesagt – revitalisierte Ortsmitte wird davon massiv profitieren“, sagt der Initiator von „Tapete wechseln!“. Dazu soll es Kaiserschmarrn auf die Hand und heiße Getränke geben. Eine Woche später soll die Wiederholung rund um die Ramon-Passage und die Räume des Vereins folgen.

Anfang Dezember wird sich in Mikes Kino alles um die ökologische Landwirtschaft drehen. Eingeladen sind Landwirte aus dem südöstlichen Alpenvorland. In den Räumen von „Tapete wechseln!“ gibt es ab dem 25. November mit „Prework und Afterwork Coffee, Tea & Dance“ jeweils dienstags und freitags von 6.30 bis 8 Uhr und 16.30 bis 18 Uhr ein regelmäßiges Angebot. Dienstags bis donnerstags werden die Räume am Vor- und Nachmittag jeweils drei Stunden geöffnet, um Begegnungen und Erlebnisse für alle bereitzuhalten.

„Mal werden wir uns mit Loriot amüsieren, mal mit anderen Kulturen befassen. Es kommt auch darauf an, was sich die anwesenden Gäste wünschen. Wir wollen also zunächst mal Räume schaffen, damit sich möglichst viele vergnügen können“, sagt Bennigsen. Er will damit auch wirklich alle Personen erreichen, von Jugendlichen bis zu Menschen im hohen Alter.

Der Verein will vor allem auch für diejenigen attraktiv sein, die sich manchmal etwas einsam fühlen und denen Gesellschaft wohltut: „Enkelin mit ihrem Opa, junger Erwachsener mit seiner Tante, alle sind willkommen.“

Rudolf von Bennigsen geht es auch darum, die Pflege von Angehörigen zu erleichtern und zu entlasten. Dafür soll auch geschultes Pflegepersonal vor Ort sein. „Das Ganze wird mit einem Kostenbeitrag in Höhe von 15 Euro verbunden sein. Wir bieten warme und kalte Getränke und Obst an, dazu drei Stunden Amüsement und Qualitätszeit“.

Ansonsten finanziert sich der Verein durch Spenden, aber auch durch Kunstverkäufe. Dabei hat Bennigsen ein besonderes Verkaufsmodell: Nicht die Person, die am meisten bietet, erhält ein Gemälde oder Kunstwerk, sondern die Person mit der besten Geschichte erhält den Zuschlag. Dabei geht es auch darum, wie viele Leute ein Werk am potenziellen Aufstellort sehen können oder was die Menschen mit der Kunst verbinden. Das angebotene Gemälde, das Kunstwerk oder der Gegenstand wird grundsätzlich „zu einem fairen Preis“ verkauft. 

Die Idee zu „Tapete wechseln!“ kam Bennigsen, als er sich um seine ehemalige Nachbarin kümmerte. Sie habe gesagt, sie könne so vieles nicht mehr machen, aber er habe das Argument des Alters nicht gelten lassen. Er organisierte Besuche in der Oper, im Theater und in Kirchen in München. Dabei sei sie regelrecht aufgeblüht und habe „inspirierende Abende erlebt“.

Jetzt will der Senior dies noch viel mehr interessierten Personen ermöglichen. Der Name „Tapete wechseln!“ soll dabei Programm sein: Der Indikativ soll für Handlung und Wirklichkeit stehen. „Jede Person solle sich wieder besinnen können auf die Vielfalt, die ihr das Leben bieten kann“, verdeutlicht Rudolf von Bennigsen.

Auf Vielfalt
besinnen

So ganz lässt sich Bennigsen noch nicht in die Karten schauen. Er ist gut vernetzt und hat schon viele Pläne im Kopf, die er mit all den Mitwirkenden bei „Tapete wechseln!“ umsetzen will. Jetzt startet nach dem ersten Anlauf im Herbst vergangenen Jahres die Wiederbelebung des Projekts – und, wenn es nach Bennigsen geht, auch die Wiederbelebung von Alltag, Gemeinschaft und des Priener Zentrums.

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