Reit im Winkl – Einen Beschluss, den ersten Bauabschnitt der Neugestaltung des Rathausplatzes durchzuführen, fasste der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung. Außerdem schloss er die Änderung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet am Bauhof“ mit einem Satzungsbeschluss ab.
In einer Sitzung im Juli dieses Jahres sei von den Planern die Entwurfsplanung für die Neugestaltung des Rathausplatzes vorgestellt und vom Gemeinderat gebilligt worden, erläuterte Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU). Auf dieser Grundlage sei die Ausführungsplanung in Auftrag gegeben worden und darauf aufbauend die Ausschreibung. Die betroffenen Nachbarn seien eingebunden worden. Ende Oktober habe die Submission für die öffentliche Ausschreibung stattgefunden. Daraufhin hätten die Planungsbüros die Angebote geprüft, und die Unterlagen seien der Regierung von Oberbayern vorgelegt worden, die die förderfähigen Kosten daraus ermittelt habe. Vor Kurzem sei die Förderzusage der Regierung bei der Gemeinde eingegangen. Als förderfähig anerkannt worden seien 679.000 Euro. Die Zuwendung betrage 407.000 Euro, was zu Kosten rein für die Sanierung von 272.000 Euro führe.
„Damit rentiert sich der große, mehrjährige Aufwand des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes ISEK, das 2019 begonnen wurde“, stellte Bürgermeister Schlechter erfreut fest. Ohne diese Vorgehensweise könnten diese hohen Summen der Städtebauförderung nicht in Reit im Winkl investiert werden.
Nicht förderfähig seien die Kosten für die Infrastruktur, also für Wasserleitung, Kanal, Breitband, Elektroleitungen und Ähnliches, in Höhe von 178.000 Euro. „Allerdings wäre es ein Schildbürgerstreich, einen Platz neu zu gestalten, ohne die Infrastruktur im Untergrund in Schuss zu halten“, sagte Schlechter. Für die Sanierungsmaßnahmen von Wasser und Kanal sei mit einer Förderung nach RZWas (Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben) zu rechnen, die Höhe stehe allerdings noch nicht fest.
Voraussetzung für die Förderung sei, dass die Gemeinde beschließe, die Maßnahme durchzuführen. Vorgesehen sei die Umsetzung ab kommenden März, sobald es die Witterung zulasse, um sie bis zur Saison im Juli möglichst zum Abschluss zu bringen. Realistisches Ziel sei es, die Maßnahme ohne Kreditaufnahme zu realisieren. Die Vorzeichen des Haushalts 2026 würden diese Einschätzung rechtfertigen.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Neugestaltung des Rathausplatzes, Bauabschnitt 1, durchzuführen.
Josef Hauser