„Glaube – Liebe – Hoffnung – Frieden“

von Redaktion

Neues Heimatkreuz in Chieming am Thielehafen feierlich eingeweiht und gesegnet

Chieming – Im Jahr 2018 entstand die Idee, ein vom Traunsteiner Künstler und CSU-Stadtrat Rolf Wassermann entworfenes „Chiemgauer Heimatkreuz“ in jeder Stadt und Gemeinde des Landkreises aufzustellen. Das eiserne Kreuz ist geprägt von den Worten „Glaube – Liebe – Hoffnung – Frieden“. Den Worten aus dem Hohen Lied der Liebe im ersten Korintherbrief des Apostels Paulus wurde der Begriff „Frieden“ hinzugefügt. Nun hat Chieming als dritte Kommune nach Siegsdorf und Traunstein dieses Projekt umgesetzt und sein Heimatkreuz am Thielehafen auf einer Halbinsel gegenüber der neu erstellten Garage des Feuerwehrlöschbootes errichtet. „Mit Blick über den See, wo sich der Himmel spiegelt, und Sicht auf die Kampenwand, auf deren Gipfel das mit zwölf Metern Höhe größte Bergkreuz in den bayerischen Alpen steht“, stellte Bürgermeister Stefan Reichelt bei der Kreuzsegnung fest. Auch Künstler Rolf Wassermann, Landrat Andreas Danzer sowie Alt-Landrat und Bundestagsabgeordneter Siegfried Walch nahmen an der Segnung teil, die von den beiden Geistlichen Pater Gabriel Anton Ferent und Pfarrer Thomas Seitz ökumenisch vorgenommen wurde.

Im Jahr 2018 wurde Wassermann als Traunsteiner Gebirgsschütze sogar beim damals bereits emeritierten Papst Benedikt XVI. in Rom vorstellig. Er ließ sich seine Idee des Heimatkreuzes vom emeritierten Oberhaupt der katholischen Kirche mit Chiemgauer Wurzeln gewissermaßen absegnen und schenkte Benedikt XVI. ein baugleiches Miniaturkreuz, das dieser laut mitgereister Augenzeugen gerne annahm.

In Traunstein sorgte das im Jahr 2020 am großen Felsen neben der Traun aufgestellte Kreuz für einigen Wirbel. Dies geschah trotz der Zusage des damaligen Landrats Siegfried Walch, alle im Landkreis aufgestellten Heimatkreuze mit der Hälfte der anfallenden Kosten in Höhe von insgesamt 5.000 Euro pro Kreuz zu bezuschussen. Die Mehrheit des Traunsteiner Stadtrates stimmte damals gegen die Aufstellung des „Heimatkreuzes“, Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer ließ es trotzdem erstellen, als Ersatz für ein morsches Holzkreuz, das vorher den „Traunstein“ als Namensgeber und Wahrzeichen der Kreisstadt schmückte.

Im Jahr 2021 stellte die UW-/BBW-Fraktion des Chieminger Gemeinderates unter Federführung des Zweiten Bürgermeisters Markus Brunner inmitten der Corona-Pandemie den Antrag im Gremium, die Errichtung eines Heimatkreuzes zu befürworten. Brunner sagte damals im Rat, das Kreuz mit den dargestellten Werten Liebe, Glaube, Hoffnung und Friede sei oftmals Quelle unserer Kraft. Dem anderen liebevoll zu begegnen, gegenseitig Kraft zu mehren statt zu zehren, sei das Gebot der Stunde, so Brunner damals. Die Abstimmung im Juni 2021 ergab ein Stimmenverhältnis von zehn zu fünf für das Heimatkreuz. Die Grünen-Fraktion stimmte dagegen, weil das Kreuz keinen Bezug zu Chieming habe und keine individuellen Merkmale aufweise, sondern 35-mal in derselben Gestalt aufgebaut werden sollte.

Für das Fundament des Heimatkreuzes sorgte Maurermeister Franz Seidl. Auch ihm wurde vom Bürgermeister Reichelt Dank ausgesprochen. Mit einem Glas Sekt stießen die Feiernden auf der Garagen-Terrasse des Wasserlöschbootes auf das Heimatkreuz an. zaa

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