Chiemsee-Ranger sprechen 7.163 Personen bei Rundgängen an

von Redaktion

Mehr Einsätze, mehr Gespräche und großer Nutzen – Viel Lob für ein Erfolgsprojekt

Breitbrunn – An 43 Tagen waren die Chiemsee-Ranger im laufenden Jahr 2025 im Einsatz und sprachen dabei 7.163 Personen bei ihren Rundgängen an. Eine fast durchweg positive Bilanz konnte Susanne Mühlbacher-Kreuzer bei der Verbandssitzung des Abwasser- und Umweltverbands ziehen. Neu war, dass die drei zuständigen Polizeiinspektionen die Arbeit der Chiemsee-Ranger kennenlernen wollten und dafür an fünf Ortsterminen teilnahmen. Die Arbeit der Ranger und der Polizei vor Ort ergänze sich hervorragend, so ihr Fazit. Um 23 Prozent habe sich der Kreis der angesprochenen Personen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, erklärte Mühlbacher-Kreuzer bei der Verbandsversammlung im Sitzungssaal des Breitbrunner Rathauses. An der Verbandsversammlung nahmen die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden und die Verbandsräte teil. Gastgeber war Anton Baumgartner, der Breitbrunner Bürgermeister.

Das Budget für das Gemeinschaftsprojekt in Höhe von 32.000 Euro sei zum Jahresende beinahe aufgebraucht, unterrichtete sie weiter. Bei den fünf Terminen mit den Polizeiinspektionen stellten die Ranger ihre Aufgabengebiete vor und beide Institutionen gingen gemeinsam „auf Streife“. Dabei seien sie gut sechs Stunden unterwegs gewesen, so Mühlbacher-Kreuzer.

Im Schnitt seien 166 Gespräche pro Einsatz geführt worden. Den „Löwenanteil“ haben dabei die Radfahrer (mit 60 Prozent) ausgemacht, auf Fußgänger entfielen rund 19 Prozent und acht Prozent waren Hundehalter, mit denen die Ranger auf ihren Rundgängen das Gespräch suchten. „Wir werden aber eine Änderung durchführen und in der Bilanz nicht mehr zwischen E-Bikern und normalen Radlern unterscheiden“, erklärte sie weiter. Denn es sei immer schwieriger für die Ranger, zwischen den Radtypen zu unterscheiden.

Die Umweltbeauftragte zeigte sich auch hinsichtlich der Resonanz mehr als zufrieden, denn nur „ein Prozent hat die Ranger beschimpft und nur vier Prozent der Angesprochenen haben die Ranger ignoriert“. „Besser können wir uns das überhaupt nicht wünschen“, war Mühlbacher-Kreuzer überzeugt. Auch die Themenbereiche der Gespräche flossen in die Bilanz mit ein und zeigten auf, dass über die Hälfte (rund 53 Prozent) sich schlecht bis wenig in Naturthemen auskennen.

Bei den Radfahrern wurden viele angesprochen, weil sie im Fußgängerbereich radelten, gerade die lange Promenade in Chieming sei hier betroffen. Auf den Fußwegen musste 17-mal verwarnt werden (15-mal mündlich und zweimal mit Ticket). Ein pöbelnder Betrunkener wurde von der Polizei in Arlaching mitgenommen und neun Parkverstöße wurden geahndet, so die Auflistung.

In Zusammenhang mit den drei Feuerstellen, die sich dort befinden, erklärte der Chieminger Bürgermeister Stefan Reichelt, wie wichtig es sei, „dass die Polizei dort auch weiterhin präsent ist“.

„Wir haben ja nicht vor, dort eine Partymeile zu veranstalten“, sagte er und fügte an, dass der Polizei einfach andere Mittel zur Verfügung stünden. Er war zudem überzeugt, dass die Arbeit der Ranger „richtig viel bringt“.

Für eine Überraschung sorgte ein Ergebnis des Radfahrer-Zählers in Seebruck. „Es waren einmal 2500 Radfahrer an einem Tag“, so der Seebrucker Bürgermeister Martin Bartlweber und die Auswertung des Zählers ergab auch, dass der Mittwoch ein beliebter Ausflugstag sei, so Mühlbacher-Kreuzer. Ihr Dank galt den acht beteiligten Gemeinden, die auch 2026 ihre Beteiligung am Chiemsee-Ranger-Projekt zugesagt haben. „Die gemeinsame Aktion mit der Polizei werden wir aber gleich am Anfang starten“, so Mühlbacher-Kreuzer. daa

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