„All-inclusive“-Wohnungen für Studenten

von Redaktion

Stärkung des Hochschulstandorts Traunstein – 40 Einheiten für 5,2 Millionen Euro

Traunstein – Im Beisein hochrangiger Ehrengäste aus Kommunalpolitik, Geistlichkeit und von der Technischen Hochschule Rosenheim feierte Landrat Andreas Danzer die offizielle Einweihung des Studentenwohnheims „Campus Quarters“ in Traunstein.

Das dreigeschossige Gebäude in energieeffizienter Holzsystembauweise, das in Bahnhofsnähe hinter dem Bildungszentrum für Gesundheitsberufe liegt, verfügt über 40 Wohneinheiten für Studenten. Diese gliedern sich in zehn Drei-Personen-Wohngemeinschaften mit separaten Räumen und zehn Einzelapartments. Jede Einheit verfügt über eine Einbauküche und ein eigenes Bad.

Herzstück ist ein Gemeinschaftsraum mit Küche und großzügigem Aufenthaltsbereich. Dazu kommen Gäste-WCs und ein Waschraum mit digitalem Bezahlsystem für Waschmaschinen und Trockner.

Gemeinschaftsraum
als Herzstück

Bauherr ist die Wohnungsbaugesellschaft (WBG) des Landkreises. Die Kosten lagen bei 5,2 Millionen Euro, wobei 3,1 Millionen Euro als Förderzuschuss vom Freistaat kamen. WBG-Geschäftsführer Marcus Dieplinger betonte, dass der Landkreis mit dem Erwerb und Umbau des ehemaligen Krankenhauses Vinzentinum in Ruhpolding zu einem Wohn- und Lehrgebäude für den Campus Chiemgau bereits 50 Wohnapartments für Studenten geschaffen habe. Das Zusammenleben von Studenten aus aller Welt habe sich dort bewährt. Am Hauptstandort des Campus Chiemgau in Traunstein schaffe das neue Wohnheim für Studierende ein „All-inclusive-Wohnpaket“ zum Studienbeginn. Nach kurzer Bauphase mit vorgefertigten Fassadenmodulen durch die Firma Strabag seien bereits am 1. November die ersten Mieter eingezogen.

Landrat Andreas Danzer fügte hinzu, dass der Landkreis mit der neuen Wohnanlage für Studenten als strategischem Baustein ein „sichtbares Zeichen setzen will, dass wir unsere Bildungsregion stärken und weiterentwickeln wollen“. Durch gute Wohn- und Lebensbedingungen würde die regionale Bindung von aktuellen und künftigen Fachkräften gestärkt. Ebenso verknüpfe die internationale Ausrichtung der Studenten die Region mit der globalen Arbeitswelt.

Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer sah in dem aktuell noch knappen Wohnangebot für Studenten einen „strategischen Flaschenhals, den wir auflösen müssen“. Die Campus Quarters seien als „Zeichen des Optimismus“ ein wichtiger Schritt dazu. Ergänzend profitiere auch das Bahnhofsareal davon, das sich durch neue Geschäftsgebäude und Planungen für ein Hotel in eine positive Richtung weiterentwickle.

Prof. Dr. Stephanie Kapitza, Standortleiterin des Campus Chiemgau und Vizepräsidentin der Technischen Hochschule Rosenheim, sah in den Campus Quarters ein „klares Bekenntnis zum Hochschulstandort Traunstein“ sowie einen Ort des „Ankommens, der Begegnung und der Integration“. Die ansprechende Gestaltung und internationale Ausrichtung der zusätzlichen Wohnangebote sei ein großer Gewinn.

„Strategischen
Flaschenhals auflösen“

Unter das Motto „Bildung schafft Zukunft und Sicherheit“ stellten der evangelische Dekan Peter Bertram und der katholische Stadtpfarrer Konrad Roider den kirchlichen Segen für das neue Studentenwohnheim. Sie verwiesen auch auf die gesellschaftliche Bedeutung als „Begegnungs-, Lern- und Erfahrungsort“.

Artikel 6 von 11