Botschafter und Aushängeschild

von Redaktion

Jahresversammlung des Grassauer Musik- und Gesangvereins

Grassau – Ohne den Musik- und Gesangverein, ohne den Achentalchor, die Grassauer Blasmusi, die Jugendkapellen und die Marktkapelle wäre das Grassauer Kulturleben kaum denkbar. Sie alle bereichern mit ihren Auftritten, verzaubern und ermöglichen unbeschwerte Stunden bei bester Musik unterschiedlichen Couleurs. Dies wurde in der Jahresversammlung des Musik- und Gesangvereins deutlich, als die jungen Musiker des Bläserensembles „Easy Brass“ die Versammlung eröffneten. Die Zukunft des Vereins ist weiterhin bestens gesichert, nachdem sich fast die geschlossene Vorstandschaft einer Neuwahl stellte. In harmonischer Wahl wurde Tobias Gasteiger erneut zum Vorsitzenden gewählt.

Verein zählt
aktuell 300 Mitglieder

Mittlerweile umfasst der Verein 300 Mitglieder, informierte der Vorsitzende, der zugleich an die wichtigsten Ereignisse, das gelungene Adventskonzert des Achental-Chores wie auch an die beiden sehr gut besuchten Stefanikonzerte erinnerte. Zu den Höhepunkten zählt die 900-Jahr-Feier und die Musikroas und das Kulturfest mit Kulturmeile. Nach der Sommerpause besuchte die Kapelle Zell am Moos aus Österreich die Grassauer Musikanten für ein Doppelkonzert. Ein Gegenbesuch der Grassauer Marktkapelle nach Zell am Moos wird im kommenden Jahr folgen. Zu den Bauarbeiten für den neuen Probenraum im Dachgeschoss der Schule erklärte Tobias Gasteiger, dass es nun an den Innenausbau gehe. Die Gemeinde werde die Podeste einbauen, die Technik, den Schallschutz und das Mobiliar muss der Verein selbst tragen. Hierfür werde voraussichtlich noch ein Spendenaufruf erfolgen.

Chorsprecherin Hanna Küfner erinnerte an die gelungenen Sommerkonzerte und das jüngste Adventskonzert mit Unterstützung des „Osterhammers Dreiklang“. Den letzten Auftritt des Jahres wird der Chor am Grassauer Advent, 14. Dezember, um 16 Uhr haben.

Für die Jugendkapellen und die Blasmusik sprach Wolfgang Diem. Er lobte zunächst die herausragenden Dirigenten der Kapellen Stefan Fußeder und Wolfgang Kink. Die Grassauer Blasmusi werde bei allen gemeindlichen und kirchlichen Festen eingesetzt, spielte zudem beim Kino im Park, an Mariä Himmelfahrt, Bergmesse, Michaeli-Markt und vielen weiteren Gelegenheiten und sei ein wichtiger Bestandteil für die Gemeinde. Sehr aktiv war auch die größere Version, die Marktkapelle, die ebenfalls Sommerkonzerte bot, die Stefanikonzerte gestaltete, beim Gaufest und Bezirksmusikfest auftrat und weitere Konzerte in der Region gab.

Die Jugendkapelle mit Leiter Sebastian Krause sei eine bewährte Gemeinschaft mit jungen Musikern aus Marquartstein, Reit im Winkl und Grassau, trat beim Stefanikonzert sowie bei den Jahreskonzerten in den Gemeinden und auch bei der 900-Jahr-Feier auf.

Nach Darlegung des Kassenberichts durch Kassier Stefan Hildebrand und einstimmig erfolgter Entlastung konnte zur Wahl geschritten werden. Die Wahlleitung übernahm Bürgermeister Stefan Kattari, der den hohen Stellenwert des Vereins hervorhob und diesen als Aushängeschild der Gemeinde bezeichnete. Wichtig sei es, junge Leute in die Tradition einzuführen, nicht um die Asche, sondern um das Feuer weiterzugeben, betonte er. Er bedankte sich für den Beitrag zum kulturellen Leben. „Ihr seid Kulturbotschafter“, sagte der Bürgermeister.

Einstimmig votierte die Versammlung für den amtierenden Vorsitzenden Tobias Gasteiger und für die Stellvertreterin Maria Aicher. Schriftführer bleibt weiterhin Markus Dieck. Das Amt des Kassiers übernimmt nun Jörg Weißer. Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurden die Chorbeauftragte Hanna Küfner und der Marktkapellen- und Blasmusikbeauftragte Wolfgang Diem.

Neu in die Vorstandschaft aufgenommen wurde die 17-jährige Verena Hacher, die nun als Jugendkapellenbeauftragte die jungen Musiker vertritt. Zum Jugendchorbeauftragten wurde der Abiturient Maximilian Schneider, Mitglied bei Easy Brass, gewählt. Als Medienbeauftragter fungiert weiterhin Karl Kamml und Veranstaltungsbeauftragter wurde wiederum Willi Ettenberger.

Auszeichnung für
50 Jahre Treue

Für zehn Jahre konnte Tobias Gasteiger Michael Hofer ehren. Die Musikantenehrungen für 40 Jahre übernahm Thomas Geisreiter für den Bezirksmusikverband. Jakob Rom bekam die Ehrennadel in Bronze und Konrad Boschner wurde für 40 Jahre aktives Spielen mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Für 50-jähriges Mitspielen erhielten Wolfgang Diem, Gerhard Steffek und Peter Gassner die besondere Auszeichnung.

Derzeit laufen die Proben für die beiden Stefanikonzerte am 26. und 27. Dezember. Der Kartenvorverkauf läuft ebenfalls bereits.

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