Unterwössen – Sportliche Erfolge bis hinauf auf die oberbayerische Ebene, ein erfreulicher Mitgliederzuwachs und ein eingespieltes Führungsteam: Die Sportschützen in der Gebirgsschützenkompanie Wössen/Achental blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. In der gut besuchten Jahresversammlung im Schützenheim am Streichenweg hat Schützenmeister Alex Meder eine positive Bilanz gezogen, auch wenn zukünftig moderate Gebührenanpassungen notwendig werden.
Treffsicher bei der
Oberbayern-Meisterschaft
Die Sportschützenabteilung zählt nach zwei Austritten und zwölf Neumitgliedern nun 200 Mitglieder – ein Netto-Zuwachs von zehn Schützen.
Den Sportbericht präsentierte Sportwart Rudi Maldaner. In der Gaumeisterschaft 2025 sah er gute Ergebnisse auf einem nach wie vor steigenden Niveau. Besonders hob er die Erfolge bei der Oberbayerischen Meisterschaft 2025 hervor. Stefan Pastötter erreichte den 22. Platz in der Sportpistole 9 Millimeter Luger Gemischt II sowie den 24. Platz im Sportrevolver 357 Magnum Gemischt II. Konrad Loider belegte den 14. Platz im Sportrevolver 357 Magnum Gemischt III. Dirk Stark schaffte den 11. Platz in der Sportpistole 45 ACP Gemischt III. In der Großkaliber-Kombi Gemischt I erreichte Stefan Pastötter den 26. Platz.
Der Wettbewerb der Vereinsmeisterschaft 2026 hat bereits begonnen, berichtete Alex Meder in einer Vorausschau. Er endet am Sonntag, 8. November. Die Gaumeisterschaft beginnt am Samstag, 17. Januar, in Chieming, weitere Termine in Unterwössen folgen. Der interne Wettbewerb des Wössen-Cups ist voraussichtlich am Samstag, 26. Juli. Die nächste Jahresversammlung steht am Sonntag, 22. November, an.
Schützenmeister Alex Meder sprach das Verhalten rund um die Schießstände an: „Meine große Bitte: Schaut’s aufeinander.“ Auch wenn jeder für den Umgang mit seiner Waffe und deren Transport verantwortlich sei, solle man Schützenkollegen ansprechen, wenn sie sich nicht entsprechend den Vorschriften verhalten. „Falsches Verhalten fällt auf alle anderen zurück“, so Meder.
Nachdem Gebühren und Beiträge jahrelang unverändert blieben, ergab der erste Kassensturz, dass eine Anpassung notwendig ist. Dies sei in der Vorstandschaft der Gebirgsschützenkompanie besprochen worden. Der Jahresbeitrag soll von 130 auf 150 Euro angehoben, die Aufnahmegebühr von 250 auf 300 Euro. Die Standgebühren für Langwaffen steigen von zehn Euro auf zwölf Euro (halbe Stunde) beziehungsweise von 15 Euro auf 19 Euro (ganze Stunde). Bei Kurzwaffen erhöhen sich die Gebühren von acht Euro auf zehn Euro und von zwölf Euro auf 15 Euro. Für Sportschützen, die auch Mitglied bei den Gebirgsschützen sind, steigt der ermäßigte Beitrag von 50 Euro auf 75 Euro.
Zweiter Bürgermeister Johannes Weber sagte in seinem Grußwort, dass man in der jetzigen Zeit weit von einer staden Zeit entfernt sei. Doch der Abend, wie auch die Vereinswettbewerbe belegten: „Es ist schön, wenn man zusammenkommt.“ Dazu gehöre auch, dass die drei Unterwössner Schützenvereine ein gutes Verhältnis miteinander pflegen. Das Schützenheim der Gebirgsschützen sei mit Schießständen und Gastronomie ein Anlaufpunkt für Schützen aus der weiten Region. „Ihr seid es, die das am Leben haltet“, betonte Weber. „Was ihr so erreicht, das strahlt nach außen.“
Ähnlich äußerte sich Gauschützenmeister Andi Wimmer, der das aus der Warte des Schießsports betrachtet. Er sieht in den Unterwössner Sportschützen eine gewachsene Gemeinschaft mit einer respektablen Mitgliederzahl von 200 Schützen. „Ihr seid ein starker Teil unseres Schützengaus.“ In der Organisation und vor dem Hintergrund immer wieder neuer Vorschriften gebe es einiges an Organisations- und Redebedarf. Wimmer sieht den Gau aber auf einem guten Weg. Auch der zeige einen Mitgliederzuwachs. Wimmer sieht damit den Gau für den immerwährenden Generationswechsel gut gerüstet.
„Leider wird
alles teurer“
Kompaniehauptmann Georg Haslberger sieht in der Leitung der Sportschützenabteilung mit drei parallelen Schützenmeistern – Alex Meder, Erwin Losert und Konrad Loider – eine wechselnde Aufgabenverteilung und ein gut eingespieltes Team. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit der Sportschützenabteilung mit dem Hauptverein, der Gebirgsschützenkompanie. Auch Haslberger sprach die sich abzeichnende Erhöhung von Gebühren und Beiträgen an: „Leider wird alles teurer. Wir haben uns in zwei Terminen zusammengesetzt und sind zu dem Ergebnis gekommen: Es muss etwas angeglichen werden.“