Chieming – Der Gemeinderat hat in der jüngsten Sitzung einvernehmlich die Errichtung des ÖPNV-Wartehäuschens an der Josef-Heigenmoser-Straße auf Höhe des Friedhofs beschlossen. Die Auftragsvergabe soll noch 2025 erfolgen, sobald ein Förderbescheid oder eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt. Einer außerplanmäßigen Ausgabe beziehungsweise der Einplanung der Haushaltsmittel im Jahr 2025 in Höhe von 15.000 Euro wurde aufgrund der Dringlichkeit der Maßnahme zugestimmt.
Dringliche
Maßnahme
Bürgermeister Stefan Reichelt erklärte, dass die ÖPNV-Haltestelle an der
Josef-Heigenmoser-Straße überwiegend von Schülern in Anspruch genommen wird. Wegen des Wegfalls von Mittelschulklassen an der Chieminger Mittelschule ist die Haltestelle übermäßig stark frequentiert. „Es wird vorgeschlagen, an der Haltestelle eine Unterstellmöglichkeit aufgrund des Andrangs kurzfristig zu schaffen, in ähnlicher Ausführung wie die vorhandenen am Rathaus und im Oberdorf an der Laimgruber Straße“, so Bürgermeister Reichelt.
Chiemings Kämmerer Peter Rexauer hat bei der Regierung von Oberbayern in Erfahrung gebracht, dass Anschaffungs- und Baukosten bis maximal 13.000 Euro zuzüglich der Tiefbauarbeiten mit 75 Prozent der Nettokosten bezuschusst werden. Der Leiter der Liegenschaftsverwaltung hat bereits Angebote für die Lieferung und Montage von Wartehäuschen eingeholt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 15.000 Euro brutto. Aufgrund der angebotenen Lieferfristen von etwa zwölf Wochen kann die Maßnahme in diesem Jahr nicht mehr realisiert werden. Es wird aber vorgeschlagen, einen Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern zu stellen und die Aufträge zu erteilen, sobald eine Förderzusage vorliegt, so Reichelt.
Gemeinderätin Angelika Maier (Grüne) merkte an, dass es zwei RVO-Buslinien gebe, die im Schulverkehr morgens nach Traunstein eingesetzt sind. Weil ein Bus regelmäßig voll besetzt ist, gehen die Fahrschüler von der Einstiegsstelle an der Stötthamer Straße zur Einstiegsstelle gegenüber dem Friedhof, um einen Sitzplatz im Bus zu bekommen. Möglicherweise sollte noch ein Verstärker-Bus eingesetzt werden. Bürgermeister Reichelt sagte, die Gemeinde sei im Austausch mit dem RVO wegen der Auslastung.
Im letzten Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, die Errichtung einer Boulebahn am Chiemseering für das Haushaltsjahr 2026 einzuplanen.
Bürgermeister Reichelt trug vor, dass an ihn von Chieminger Senioren wiederholt der Wunsch herangetragen wurde, eine Boulebahn zu errichten. Das aus Frankreich stammende Boulespiel erfreue sich zunehmender Beliebtheit, so Reichelt. Beim Parkplatz am Chiemseering, Richtung Stöttham vor der Hecke, sei eine geeignete Fläche gefunden worden. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt habe dem Vorhaben bereits zugestimmt. Die Errichtung der Anlage kostet voraussichtlich 6.000 Euro brutto. Vergleichbare Anlagen befinden sich im Kurpark in Inzell, in Grassau und Traunstein.
Anlage am
Parkplatz Chiemseering
Im Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2025 stehen keine Mittel für die Errichtung von Sport- und Freizeitanlagen zur Verfügung. Deshalb werde vorgeschlagen, die Maßnahme für das Haushaltsjahr 2026 vorzusehen. Gemeinderätin Elisabeth Heimbucher (Grüne), die das Strandbad betreibt, sagte, im Strandbad werde die Boulebahn nicht angenommen. Auf die Frage, wer die Pflege der Freizeitanlage betreibe, sagte Bürgermeister Reichelt: „Das Laubwerk müssen die Spieler rausräumen, sonst haben sie keinen Spaß am Spiel. Sonst gibt es keine Pflege.“ Es handle sich um keinen schweren Bodeneingriff. Lediglich die Bodenoberfläche werde abgetragen, mit Holzbalken rundum, so Reichelt abschließend.