Bergen – Mit sechs Frauen und jungen Familienvätern stellt sich die jüngste Gruppierung „Unser Bergen“ und die älteste Partei in der Gemeinde, die SPD, der Kommunalwahl. Als Spitzenkandidat treten Birgit Glaser (Unser Bergen), Sepp Parzinger (SPD), Erika Sträter (SPD), Markus Staller (SPD) und Tobias Schwaiger (Unser Bergen) und damit drei amtierende Gemeinderäte an. In der Aufstellungsversammlung stellten sich die Kandidaten nun vor.
In nur wenigen Wochen gelang es der jungen Wählergemeinschaft um Birgit Glaser, mit Unterstützung der SPD viele Mitstreiter zu finden, die die Kommunalpolitik in den kommenden sechs Jahren prägen wollen. Glaser betonte, dass es sich um eine Wählergemeinschaft handle, in der sich Bürger unabhängig von einer Partei für Bergen engagieren können. Die Idee, so Glaser, entstand am Küchentisch und es konnten für die Idee weitere Interessenten gewonnen werden. „Ich hoffe ,Unser Bergen‘ bringt mit neuen Gesichtern frischen Wind ins Rathaus und dies mit einem verlässlichen Partner, der SPD, an der Seite“, betonte Glaser, die die Liste anführt, seit einigen Monaten im Gemeinderat agiert und großen Gefallen gefunden hat.
Die SPD, so erklärte Sepp Parzinger, wurde 1919 im Gasthof Hochfelln gegründet und ist damit die älteste Partei. Zwei große Themen nannte er: bezahlbares Wohnen und den Schutz des lebenswichtigen Wassers. „Die Interessen von 5.000 Bürgern müssen über den Interessen eines Betriebs stehen“, forderte er im Hinblick auf den derzeit aktuellen Wasserrechtsantrag der Adelholzener Alpenquellen.
Auf dem ersten Platz kandidiert die 37-jährige Speditionskauffrau Birgit Glaser (Unser Bergen), Mutter von zwei Kindern. Die junge Frau ist ehrenamtlich engagiert, trainiert im Skiclub und ist gerne in den Bergen unterwegs. Auf den zweiten Platz kandidiert der 32-jährige Familienvater Sepp Parzinger (SPD). Mit Politik, auch auf kommunaler Ebene, kennt sich der SPD-Kreisvorsitzende und Gewerkschaftler bestens aus. Er gehörte bereits 2014 dem Bergener Gemeinderat, damals als Jüngster mit 20 Jahren an. Nun möchte er wieder mitarbeiten.
Amtierende Gemeinderätin und Mitgründerin der Bürgerinitiative „Unser Bergener Wasser“ Erika Sträter (SPD) kandidiert auf dem dritten Listenplatz. Die 67-Jährige ist seit sieben Jahren im Gemeinderat. In dieser Zeit habe sie viel dazugelernt, wisse was ein Feuerwehrbedarfsplan ist und wie die Schwimmbadtechnik funktioniert. Themen wie Wasserförderung, Verkehrskonzept und bezahlbares Wohnen seien ihr wichtig.
Mit Politik kennt sich auch der Viertplatzierte 48-jährige Markus Staller (SPD) aus. Der Familienvater, Elektrotechniker und Betriebsrat ist erst vor eineinhalb Jahren nach Bergen gezogen, war vorher 18 Jahre Stadtrat in Töging und hat dort einiges auf den Weg gebracht. In Bergen liegen ihm die Themen Ehrenamt und Vereine, bezahlbares Bauland für Einheimische, öffentliches WC im Kurparkbereich aber auch die Straßensanierung der Bahnhofstraße am Herzen.
Bestens bekannt dürfte auch Tobias Schwaiger (Unser Bergen), 48 Jahre, Entwicklungsingenieur und amtierender Gemeinderat sein. „Ich bin dafür bekannt, Sachen kritisch zu sehen und zu hinterfragen und auch mit meiner Meinung nicht hinter den Berg zu halten. Ich stehe dazu und mir gefällt die Arbeit im Gemeinderat“, sagte er und möchte auch künftig die Gemeinde mitgestalten.
Einen Bürgermeisterkandidaten stellt die Liste nicht. tb