Himmlischer Auftakt bei Sonnenschein

von Redaktion

Magische Inselweihnacht auf der Fraueninsel verzaubert Besucher

Holz-Deko: Stand auf dem Christkindlmarkt. Fotos Seitz

Fraueninsel – „Wenn Engel reisen lacht der Himmel“, heißt ein bekanntes Sprichwort. Dies traf auch auf die Eröffnung des Christkindlmarktes auf der Fraueninsel zu. Nicht nur herrliches Wetter, sondern auch ein Engel, der Groß und Klein verzauberte, prägten die Eröffnung der Inselweihnacht.

Seit vergangenem Jahr liegt die Organisation des Events in den Händen der Firma „Echt Evoy Ug“ in Griesstätt, Inhaber Emanuel von Oy. Bereits am ersten Tag zog es Jung und Alt aus Deutschland und Österreich auf die Insel.

Feierliche Eröffnung
mit Tradition

Bürgermeister Armin Krämmer und Veranstalter Emanuel von Oy eröffneten die Veranstaltung und hießen die Besucher willkommen. Dabei bedankten sie sich ganz besonders bei allen Unterstützern, Sponsoren und Helfern. „Es ist für mich eine riesige Ehre, den Markt hier auf der Fraueninsel organisieren zu dürfen. Für mein Team und mich steht auch das Besondere im Vordergrund. Wir schauen immer, was können wir verbessern oder anders machen. Ohne die ganzen Unterstützer, Sponsoren und Helfer wäre so ein Projekt nicht umsetzbar. Das, was ihr hier seht, ist der Verdienst aller, die diesen Christkindlmarkt erst möglich gemacht haben“, läutete Emanuel von Oy in seiner Rede die Inselweihnacht ein. Dazu gab es auch ein Lied, das eigens für den Christkindlmarkt geschrieben wurde. Der Titel: „Inselweihnacht“. Den schönen Start in die besinnliche Zeit gab es schließlich von den Böllerschützen. Sie setzten sich zusammen aus neun Böllerschützen aus Griesstätt, drei aus Eggstätt, einem aus Breitbrunn und zwei Insulanern. Bereits im vergangenen Jahr eröffneten sie die Inselweihnacht mit vier Salutschüssen. Hier verschmelzen Tradition mit Inselzauber.

Sobald man durch die Pforte auf den Christkindlmarkt tritt, kommt nicht nur Weihnachtsstimmung auf, sondern auch ein Hauch Nostalgie. Dafür sorgt Drehorgelspieler Werner Hartmann aus Übersee. Soweit das Auge reicht, sieht man liebevoll dekorierte Stände. Diese sind, im Gegensatz zu Weihnachtsmärkten auf dem Festland, schön verteilt. So entsteht kein dichtes Gedränge und jeder Besucher kann sich frei bewegen.

Das Angebot ist bunt und vielseitig. Die Stände zeichnen sich durch ihre jeweiligen Besonderheiten aus. Dabei werden auch Regionalität, Qualität, Nachhaltigkeit und Sicherheit großgeschrieben. Für eine weitere gemütliche Atmosphäre sorgt ein flackerndes Feuer, auf dem ein Kessel mit dem berühmten Druidentrunk köchelt. Die Rezeptur dazu ist streng geheim.

Höhepunkte gibt es bei der Inselweihnacht einige. Darunter auch das etwa zwei Meter große „Herz des Chiemsees“, das von Wolfram von Oy eigens für den Christkindlmarkt aus Schwemmholz gebaut wurde. Sobald es dunkel wird, leuchtet das Herz. Hier lockt nicht nur eine wunderschöne Kulisse für Fotos, sondern auch die Chance auf einen tollen Preis. Zu gewinnen gibt es einen Urlaub im Salzburger Land.

Stolz ist Veranstalter von Oy auch auf die Weihnachtsbäume und die Dekoration. So hatte er fleißige Helfer vom Kindergarten St. Johannes in Gstadt, die eigens den Weihnachtsbaumschmuck für eine Tanne bastelten. „Etwa 46 Kinder und sieben Betreuer kamen hierher auf die Insel und schmückten den Baum. Selbst die Kleinsten haben wochenlang an dem Weihnachtsschmuck mitgearbeitet. Das ist definitiv der allerschönste Baum, den ich je gesehen habe, weil so unendlich viel Liebe drinsteckt“, sagt Veranstalter von Oy, dem besonders auch Kinder und Tiere am Herzen liegen.

Zu Herzen ging auch die Geschichte des Weihnachtsengels, in dessen Rolle seit vergangenem Jahr Angelika Bauer aus Bobingen schlüpft. „Ich liebe Engel und das passt perfekt zu meinem Beruf als Pilotin und meinem Hobby, dem Fallschirmspringen. Flügel begleiten mich durch mein Leben“, sagt sie strahlend. Als Pilotin fliegt sie heute nicht mehr durch die Lüfte. Stattdessen bleibt sie beruflich als Projektassistentin im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Boden. Dazu ist sie stolze Mama von zwei Kindern. „Ich möchte die Welt schöner machen. Wenn ich als Engel durch die Welt gehe, lächeln die Menschen.“ Das ist unumstritten, denn die Besucher stehen vor lauter Faszination Schlange, um ein Erinnerungs-Selfie mit dem Weihnachtsengel zu erhaschen. Angelika Bauer trifft man zu bestimmten Zeiten auch in der himmlischen Stube im „Wichtelwunderland“, wo sie als Engel Geschichten vorliest und Akkordeon spielt. Dort kann man auch Briefe ans Christkind schreiben.

Kindergartenkinder
basteln Weihnachtsdeko

Das Konzept der Inselweihnacht trifft offenbar den Geschmack der Besucher und das nicht nur in Sachen Programm, Ambiente und Kulinarik, sondern auch das Gesamtkonzept überzeugt. „Wir haben uns sehr gefreut, dass bereits am Eröffnungstag so viele Besucher zu unserem Christkindlmarkt gekommen sind und das an einem Donnerstag. Ganz besonders liegt mir auch am Herzen, dass der Markt auf der Fraueninsel nicht nur für Touristen ist, sondern auch von Einheimischen für Einheimische“, sagt Veranstalter von Oy.

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