„Auf Qualität statt auf Masse setzen“

von Redaktion

Jahresversammlung beim Kur- und Tourismusverein Prien – 267.000 Übernachtungen im aktuellen Jahr

Prien Priens Bürgermeister Andreas Friedrich hob in seinem Grußwort hervor, dass man nach der organisatorischen Rückführung des Tourismus in das Rathaus gut und konstruktiv zusammenarbeite. Er verwies auf das derzeit entstehende neue Marketing-Konzept von Fachbereichsleiter Wirtschaft und Tourismus Tobias Huber und ergänzte: „Das Unesco-Welterbe von Schloss Herrenchiemsee kann vor allem in der Vor- und Nachsaison zusätzliche Impulse geben. Letztlich aber müssen wir verstärkt auf Qualität statt auf Masse setzen.“

Viele beliebte
Wanderungen

Diese Einschätzungen bestätigte auch Florian Tatzel als Leiter des Tourismusbüros im Haus des Gastes und sagte: „Unsere Stärke sind die Kulturangebote mit Heimatmuseum und Galerie im Alten Rathaus, unsere Märkte und vor allem unsere Paketangebote wie das See-Gipfel-Ticket mit einem günstigen Pauschalpreis für Besuche der Chiemsee-Inseln und der Kampenwand.“

Immer beliebter bei den Urlaubsgästen werden die von Mai bis Oktober jeden Montag und Freitag angebotenen Orts- und Seeführungen, die Wildkräuter- und Radl-Wanderungen sowie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel aufgrund der Kurkarten-Vergünstigungen im MVV-Bahn- und Busbereich.

Das diesjährige Tourismusjahr kann noch nicht detailliert beziffert werden, wie der Touristiker ausführte. Dennoch zeichnet sich bislang bei rund 90.000 Gästen ein Plus von 1,85 Prozent und bei rund 267.000 Übernachtungen ab.

Florian Tatzel leitete auch die Neuwahlen für die Besetzung der Ehrenämter für die kommenden drei Jahre mit folgendem Ergebnis: Vorsitzender Goce Andonov, Zweiter Vorsitzender Manfred Eckerl, Kassier Axel Masucci, Schriftführerin Sonja Drexler sowie Klaus Ritzinger und Inge Heinrich als Kassenprüfer. Bürgermeister Andreas Friedrich wird kraft Amtes stimmberechtigt dem Vorstand angehören. In der regen Aussprache dankte Wirt Klaus Löhmann von der Schlosswirtschaft Herrenchiemsee für die dieses Jahr erfolgreich durchgeführte Mückenbekämpfung.

Marktgemeinderätin Gabriele Schelhas bat um den bereits vor längerer Zeit angeregten Behindertenparkplatz beim Badeplatz Schraml. Helge Holzer beteiligte sich mit dem Satz „Berge und See allein reichen nicht, um den Ort attraktiv zu halten“ an einer längeren Diskussion zum Befinden der Priener Ortsmitte.

Zustimmung fand der Vorschlag des Vorsitzenden Goce Andonov, die Themen „Neues Marketing-Konzept“ und „Ortsmitte-Gestaltung“ für eigene Veranstaltungen oder für einen Stammtisch auszuwählen.

Auch der Vorschlag, eine Spende des Obst- und Gartenbauvereins in Höhe von 200 Euro zusammen mit der Gemeinde Prien, die ebenfalls eine Treuespende erhielt, für den Kräutergarten am Heimatmuseum zu verwenden, fand die Zustimmung der Tourismusvereinsmitglieder.

Wendelsteinplatz
bietet viele Möglichkeiten

Weitere Diskussionsbeiträge galten früheren Tourismusvorteilen durch die Jugendherberge und das Goethe-Institut sowie den Möglichkeiten des Wendelsteinplatzes, der sich derzeit einer Eislaufbahn mit Bewirtung erfreut und der auch zu anderen Jahreszeiten eventuell in enger Abstimmung mit Priener Ortsvereinen ein interessantes Angebot für Einheimische und Urlauber sein könnte.

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