Veränderungssperre für Scheitzenberg-Areal wird verlängert

von Redaktion

Das ehemalige Tagungshotel liegt seit Jahren im Dornröschenschlaf – Ersatzbau in Seeon geplant

Seeon-Seebruck – Die Veränderungssperre des Scheitzenberg-Areals in Seeon soll auf Anregung der Seeon-Seebrucker Gemeindeverwaltung verlängert werden. Darauf hat sich der Gemeinderat jüngst geeinigt und auch einer entsprechenden Satzung zugestimmt. Grund für die Verlängerung ist, dass die städtebaulichen Ziele des Bebauungsplans „Seeon-Scheitzenberg“, der bereits zweimal geändert und 2024 aufgehoben wurde, bis heute nicht verfolgt wurden. Die Veränderungssperre läuft im Februar 2026 aus und kann um ein Jahr verlängert werden.

Das ehemalige Tagungshotel Scheitzenberg liegt seit Jahren im Dornröschenschlaf und ein Erwecken ist bis heute nicht in Sicht. 2008/2009 hatte die Gemeinde Seeon-Seebruck das gesamte Anwesen samt Grundstücken im Rahmen von Versteigerungen erworben und die über 20 Einheiten wieder zusammengeführt. 2014 wurde das Objekt dann wieder veräußert, mit dem Ziel, es wieder zu revitalisieren. Aber bis heute wurde nichts umgesetzt. Auch in 2025 wartet die Gemeinde vergeblich auf einen Bauantrag: „Wir warten auch 2025 darauf, dass ein Bauantrag eingeht“, teilte Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) mit. Es habe immer wieder Gespräche mit dem Grundeigentümer gegeben. Dieser habe dabei erklärt, das Grundstück zu behalten und mit einem Partner bestandsorientiert ein gastronomisches Projekt umzusetzen. Der Grundeigentümer habe seinen Aussagen zufolge schon Gespräche mit der Naturschutzbehörde geführt, so Bartlweber. Das Gelände sei verwildert. Als „sehr gelungen“ werden die Pläne eines Ersatzbaus auf dem Grundstück in der Weinbergstraße in Seeon, unmittelbar neben der früheren Gemeindedienststelle, empfunden. Die Antragsteller wollten zunächst das relativ kleine Gebäude sanieren und behutsam erweitern. Der Aufwand hätte aber in keinem angemessenen Verhältnis gestanden, sodass man sich für einen Neubau entschied, heißt es in dem Antrag. Laut Bauantrag ist der Ersatzbau mit Anhebung des Daches, Wohnraumerweiterung durch die Umnutzung einer Holzlege und einer Grundstückserweiterung verbunden. Die Abweichung der Abstandsflächen muss noch geregelt werden.

Franz Wörndl (CSU) und Alfred Fiedler (FW) begrüßten das Vorhaben der Bauwerber: „Ich finde es mutig, auf der kleinen Fläche ein Haus zu errichten. Das wertet auch den Ort auf“, sagte Wörndl.ga

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