Seebruck – 66 Wahlberechtigte zeigten bei der Aufstellungsversammlung der Unabhängigen Bürger Seebruck beim „Hafenwirt“ ein klares Votum in Sachen Kandidatenliste und des Vorschlags des Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2026. Mit 180 Stimmen wurde die amtierende Dritte Bürgermeisterin der Gemeinde Seeon-Seebruck, Dr. Christine Kosanovic, auf Platz 1 gewählt, es folgen Rudi Mayer (136) und Martin Freiwang (108).
Noch besser verlief der Bürgermeistervorschlag: Mit 100 Prozent der Stimmen wurde Martin Bartlweber für seine zweite Amtsperiode ins Rennen geschickt.
Zunächst wurde aber der Name der Freien Wählergemeinschaft in „Unabhängige Wähler Seebruck“ umbenannt. Schnell ging es zur Vorstellung der 16 Kandidaten.
Die Dritte Bürgermeisterin Dr. Christine Kosanovic nannte den Gemeinderat „voll mein Ding.“ Es wären viele Projekte wie das Strandbad und die Ortsdurchfahrt. „Und es gibt auch Erklärungen und Entscheidungen, die ab und zu auch etwas unbequem sind“. Rudi Mayer war schon 24 Jahre im Gemeinderat und will es noch einmal versuchen. „Es gibt viele Themen, die anstehen, da möchte ich gerne mitwirken.“ Lena Neumayer und Lisa Schmieg wollen sich für die Jugend einsetzen. „Das ist unsere Zukunft, zudem sollte man auch noch den Ortskern verschönern.“ Josef Brandl brachte sich als „Marktleiter des örtlichen Kramers“ ins Rennen und hatte die Lacher auf seiner Seite. Damit konnten die 66 Wahlberechtigten ihre Stimmen zur Wahl abgeben.
Die konnten auch nach der Vorstellung des amtierenden Bürgermeisters Martin Bartlweber ihr Kreuzchen machen. Das geschah auch bei allen, und der 46-Jährige tritt als Bürgermeisterkandidat an. Es wäre seine zweite Amtsperiode, nachdem er 2020 das Amt von Bernd Ruth übernommen hat. Eingangs bedankte er sich bei seinen Stellvertretern Norbert Maier und Christine Kosanovic. „Beide haben ihr Amt nach innen und außen sehr gut vertreten.“ Bartlweber ist seit 2014 „kommunalpolitisch unterwegs.“ Das Amt sei für ihn eine Berufung, und auch der Umgang mit den Menschen reize ihn.
Der Slogan „Miteinander sind wir stark“ war 2020 der Schlüssel zum Erfolg. „Die Zeit war herausfordernd und hat uns mit Corona lange beschäftigt.“ Er hat sich mit Ängsten, Sorgen und Wut auseinandergesetzt. „Das Schlimmste war aber die Spaltung der Gesellschaft.“ Er blickte auf das Großprojekt „Alzbrücke“ zurück, die Senioren- und Kinderbetreuung liegt ihm am Herzen, Tourismus, Vereine und Wohnraumsicherung kamen auch zur Sprache. „Wir haben 100 Mitarbeiter und sind immer im Austausch“, gab Bartlweber an. „Der Erfolg hat ein hohes Ansehen.“ 23 Millionen Euro Umsatz bei sechs Millionen Euro Schulden, die langfristige Finanzierungen haben, sind der aktuelle Stand der Zahlen. „Das Strandbad ist ein emotionales Thema, die nächsten zehn Jahre wird uns auch die Ortsdurchfahrt Seebruck beschäftigen.“ Zu guter Letzt bedankte er sich bei den Kandidaten: „Ich bin stolz auf euch“ und machte ein wenig Eigenwerbung: „Ich bin der Bürgermeister für alle.“
Die ersten fünf Kandidaten der „Unabhängigen Wähkler“:
Dr. Christine Kosanovic, 48, Rechtsanwältin, 180 Stimmen; Rudolf Mayer, 68, Rechtsanwalt, 136 Stimmen; Martin Freiwang, 33, Anlagenmechaniker, 108 Stimmen; Michael Auer, 54, Wirtschaftsingenieur, 96 Stimmen; Josef Brandl, 43, Einzelhandelskaufmann, 78 Stimmen. DON